Volleyball
Oberpfalz der zweitbeste Bezirk beim Bayernpokal

Die Mädchen-Auswahl der Oberpfalz mit Trainerin Anna Dotzler (rechts) und Co-Trainerin Johanna Arndt (links) überraschte mit dem zweiten Platz beim Bayernpokal der Volleyballer. Bild: hfz
Sport
Amberg in der Oberpfalz
27.04.2016
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Die Jungs der Oberpfalz mit den den Trainern Christian Piesch (links) und Roy Nanka (rechts) freuten sich über den dritten Platz. Bild: hfz

Die Oberpfalz ist einer der kleinsten Volleyball-Bezirke Bayerns. Beim diesjährigen Bayernpokal der Jugend-auswahlen feiern die Mannschaften aber einen großen Erfolg.

Am Wochenende fand in Esting/Olching der diesjährige Bayernpokal statt, der als wichtigstes Nachwuchsturnier des Bayerischen Volleyball Verbandes gilt. Jeder Bezirk stellt dabei seine besten Jugendlichen in einer Auswahlmannschaft zusammen, so dass beim Wettkampf die besten Nachwuchsvolleyballer Bayerns aufeinandertreffen.

Die Oberpfalz schnitt hinter den dominierenden Oberbayern als zweitbester Bezirk ab. Die U15-Mädchen um ihre Auswahltrainerinnen Anna Dotzler (Hahnbach) und Johanna Arndt (Hahnbach) marschierten ungeschlagen und souverän bis ins Finale, wo sie erst nach einem harten Kampf den Oberbayern unterlagen. Sie zeigten dabei vor allem am ersten Tag begeisternden und hochklassigen Volleyball-Mannschaftssport.

Auch die Jungs ließen sich nicht lumpen. Nach Anfangsschwierigkeiten fanden sie immer besser zusammen. Die Auswahltrainer Christian Piesch (Regenstauf) und Roy Nanka (Amberg) staunten selbst nicht schlecht, als ihr Team am Ende als Dritter auf dem Stockerl stand. Mit dieser Platzierung hatte keiner gerechnet. Als bester Mittelblocker des Turniers wurde zudem Maximilian Kersting (SGS Amberg) geehrt. Er schaffte damit den Sprung in die Bayernauswahl, ebenso wie Lena Meier (SV Hahnbach) bei den Mädchen.

Der Bezirk Oberpfalz hatte sich in zahlreichen Lehrgängen vorbereitet. Aber die Trainer wussten auch, dass die anderen Bezirke über ein oft viel größeres Reservoir an Talenten verfügten, die auch in höherklassigen Mannschaften Spielerfahrung sammelten. Gerade die Oberpfälzer Mädchen hatte diese Tatsache enorm angestachelt. Schon vor einem Jahr waren sie überraschend ins Endspiel eingezogen und wollten diesen Erfolg mit allen Mitteln wiederholen.

Mit unbändigem Kampfgeist und Einsatzwillen gingen sie vom ersten Ball an konzentriert zu Werke und fegten Oberbayern II und Mittelfranken jeweils mit 2:0 regelrecht vom Feld. Im dritten Spiel siegte das Team dann gegen den Favoriten Niederbayern, der auf viele Talente aus der Hochburg Straubing zurückgreifen konnte, in drei Sätzen (25:11, 17:25, 15:10). Im Halbfinale forderte Oberbayern II die Dotzler-Schützlinge mehr als gedacht. Dennoch zog die Oberpfalz mit 2:1 (18:15, 25:16, 15:8) ins Finale ein. Gegen das Oberbayern-I-Team hielten die Mädchen stets mit, es gelang jedoch nicht mehr alles wie im Spielrausch gegen Niederbayern. Zudem waren die durchwegs groß gewachsenen Mädchen des Gegners vor allem im Block - aber auch in der Feldabwehr - schwerer zu überwinden, als die Gegner vorher.

Mit 21:15 und 18:15 war die erste Niederlage des Turniers fällig und sorgte zunächst für eine kleine Enttäuschung, die jedoch der Freude und dem Stolz auf die hervorragende Leistung mit der Silbermedaille schnell Platz machte. Unter ganz anderen Vorzeichen hatten die Oberpfalz-Buben anzutreten. Sie hatten sich im Vorjahr unter Wert verkauft und wollten es diesmal deutlich besser machen. Danach schaute es allerdings zuerst nicht aus. Der spätere Endspielgegner Mittelfranken gewann in der Vorrunde mit 25:20 und 25:18. Auch dem späteren Turniersieger Oberbayern setzte man nicht wirklich Widerstand entgegen, die Jungs spielten eher schön und brav mit, so dass es dann 15:25 und 20:25 hieß.

Gegen Oberfranken wachten die Jungs dann auf (22:25, 25:15, 16:14). Fast souverän erspielte und erkämpfte sich das Team gegen Oberbayern II mit 25:19 und 25:21 den Sieg und stand ebenfalls im Halbfinale. Erneut ging es gegen die Mittelfranken, die natürlich unbedingt ins Finale wollten. Auf viel höherem Niveau wurde gleichwertig um die Punkte gekämpft, erst Mitte des zweiten Satzes setzte sich dann der Gegner ab. (19:25/11:25).

Die Oberpfälzer waren jedoch nicht frustriert. Konsequent und mannschaftlich geschlossen traten sie um Platz drei gegen Unterfranken an. Und das Spiel lieferte den klarsten Sieg des Turniers: Mit 25:16 und 25:17 eroberte sich das Team um Trainer Piesch und Nanka den dritten Platz.
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