Wasserski
Drei Tage deutsche Meisterschaft beim WSC Haidweiher

Wolfgang Auer (Bild) aus Amberg startet für den WSC Haidweiher. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
20.07.2016
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Nach vier Jahren ist der Haidweiher wieder Schauplatz einer deutschen Meisterschaft. 60 Wasserskiläufer aus ganz Deutschland ermitteln drei Tage lang ihre Titelträger.

Amberg. Von Freitag, 22. Juli, bis einschließlich Sonntag, 24. Juli, ist die Anlage des WSC Haidweiher der Mittelpunkt für die Senioren ab 35 Jahren und für die offene Klasse von 21 bis 35 Jahre.

Vom Wetter abhängig


Drei Disziplinen gibt es: Slalom, Trickski und Springen. Beginn ist an allen drei Tagen um 8 Uhr, bis gegen 17 Uhr jeweils dauern die Wettkämpfe. Am Sonntag könnten die Finalläufe etwas eher beendet sein. Die organisatorische also zeitliche Festlegung der Disziplinen wird in der Regel kurz vor dem Wettkampf festgelegt. "Wir sind natürlich vom Wetter abhängig. Bei viel Rückenwind können die Teilnehmer nicht springen", erklärt Reiner Kahl, 2. Vorsitzender des WSC. Die Slalomfahrer brauchen ruhiges Wasser, um ihre Bahnen um die Bojen zu ziehen.

Beim Slalom sind zwischen dem Ein- und Ausgangstor sechs Außenbojen zu umfahren, während das Boot auf geradem Kurs mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durch die Bootsgasse fährt. Bei erfolgreicher Fahrt wird die Geschwindigkeit gesteigert, bis das Höchsttempo von 55 km/h für Damen und Jugend und von 58 km/h für die Herren erreicht ist.

Wer die Slalomstrecke mit der Höchstgeschwindigkeit fehlerfrei absolviert hat, muss in den nächsten Durchgängen mit jeweils verkürzter Leine starten. Nach jedem weiteren Durchgang wird die Leine verkürzt. Durch den längeren Weg um die Bojen werden von den Athleten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreicht. Der Figurenlauf beim Trickski besteht aus zwei Durchgängen von jeweils 20 Sekunden Dauer. Die Aufgabe des Läufers besteht darin, innerhalb dieser Zeit möglichst fehlerfrei ein vorher eingereichtes Figurenprogramm zu absolvieren.

Bis zu 20 Tricks

Anerkannt werden dabei nur offiziell zugelassene Tricks, die entsprechend ihres Schwierigkeitsgrades mit Punkten bewertet werden. Spitzenläufer sind in der Lage, bis zu 20 Tricks pro Durchgang zu präsentieren. Besonders anspruchsvoll sind Figuren, bei denen die Hantel mit einem Fuß festgehalten wird (Toehold), bei denen der Läufer mit einem Bein (Stepover) oder gar einem Ski (Ski Line) über die Leine steigt sowie Salti (Flip). Der Läufer mit der höchsten Gesamtpunktzahl aus beiden Durchgängen gewinnt den Wettbewerb. Beim Springen wird eine Schanze genutzt, um eine möglichst große Weite zu erzielen. Jeder Springer hat mehrere Versuche. Haltungsnoten werden nicht vergeben, allein die Weite zählt. Auf dem Weg zur Schanze kreuzt der Läufer die Bootsgasse zwei- bis dreimal und verschafft sich durch das Schleudern die nötige Beschleunigung.

Maximal 80 Meter

Auf der Spitze der Schanze katapultiert sich der Springer im richtigen Augenblick durch die eigene Körperkraft nach vorne. Dabei werden Weiten bis zu 80 Meter erreicht. Der Sprung wird gewertet, wenn der Springer die Schanze überquert, landet und ohne Sturz in Skiposition weiterläuft. Die Sprungweite wird mittels eines Videosystems in Sekundenschnelle ermittelt. Am Freitag sind ab 8 Uhr die Vorläufe der Senioren angesetzt, am Samstag ab 8 Uhr die Vorentscheidungen der offenen Klasse und am Sonntag ab 8 Uhr die Finalläufe.

Die WSC-LäuferFür den WSC Haidweiher starten: die Brüder Matthias und Wolfgang Auer (Amberg), Michael Lang (Straubing), Rainer Kapfelsberger (Neumarkt), Norbert Burger (Mainz), Reiner Kahl (Donaustauf), Petra Böckle-Filbig (Würzburg), Alfons Ziegler, Markus Off, Martin Huber (alle Mainburg).
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