1. Motorradmesse vor Ambergs Wahrzeichen
Brave Biker belagern Berg

Selfie mit Pater Janusz Wrobel: Dem Guardian der Franziskaner bereitete das Premieren-Treffen der Motorradfahren sichtlich Freude.

Pater Janusz Wrobel hatte sichtlich Spaß. Auf dem Mariahilfberg-Parkplatz ließ er sich am Sonntag im Beiwagen sitzend durch die Reihen der Maschinen kutschieren, um diese mit Weihwasser zu benetzen.

Amberg. (kge) Grund für diesen seltenen Anblick war der ersten Motorrad-Gottesdienstes am Berg. Der Guardian der Franziskaner erteilte den aufgestellten Zweirädern und ihren Besitzern den Segen des heiligen Christophorus, dem Schutzpatron der Reisenden. Bereits in seiner Predigt würdigte er die Gruppe der Biker mit ihrem fahrerischen Können, ihrem vorausschauenden Vorbereiten einer Tour in Hinblick auf Wetter, Streckenführung und Ausrüstung.

Wie im Leben


Pater Janusz: "Gott hat die Menschen zur Gemeinschaft erschaffen." Und: "Auf unseren Biker-Wegen ist es nicht immer leicht und sicher, genauso wie im richtigen Leben."

Dabei nahm er Bezug auf schwierige Kurven und gefährliche Strecken, die es auch im Alltag zu meistern gelte, was nur mit Liebe und Sicherheit zu bewerkstelligen sei. "Vergessen wir auch nicht die unter uns, die schon auf himmlischen Touren reisen." Dass Motorradfahren auch gefährlich sein kann, ist eine Tatsache und deshalb waren alle Fürbitten entsprechend formuliert. Sie baten um fehlerfreie Technik, verantwortungsbewusste Verkehrsteilnehmer und um Hilfe für Unfallopfer und deren Familienangehörige.

Lafia, das franziskanische Hilfswerk Amberg, hatte das Treffen organisiert. Es wurde um eine Spende für den Bau einer Grundschule in Kamerun mit nicht ganz ernst gemeinten Worten gebeten: "Seht die Kollekte als Investition für da oben an. Damit wir dann das goldene Motorrad mit entsprechenden PS bekommen."

Ohne Band und Korso


Eine stattliche Menge Lederkombiträger hatte sich auf den Weg zu der einzigartigen Messe gemacht und es standen nicht nur vorwiegend Kennzeichen wie AM und AS bei der Kirche, sondern auch Schwandorfer, Chamer, Regensburger und sogar aus Hamburg waren Biker gekommen. Doch wer mit der Erwartung auf ein Rockertreffen mit eventueller Band-Begleitung zu dem Gottesdienst gekommen war, wurde enttäuscht.

Sehr besinnlich ging es zu unter den Teilnehmern, die meist im mittleren waren. Vernünftige Reflektorwesten hellten die meist schwarzen Outfits auf. Und auch wenn die Organisatoren etwas enttäuscht einen fehlenden Korso monierten, waren sie sich sicher, im nächsten Jahr wieder dieses Treffen zu organisieren.

Vergessen wir auch nicht die unter uns, die schon auf himmlischen Touren reisen.Pater Janusz Wrobel
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