16000 Euro für ambulante palliativmedizinische Versorgung
Leukämiehilfe sehr spendabel

Die 16 000-Euro-Spende der Leukämiehilfe Ostbayern überreichte Professor Dr. Reinhard Andreesen (Zweiter von links) an Manfred Wendl (Mitte), Klinikumsvorstand und Geschäftsführer von Palli Vita. Über die großzügige Unterstützung freuten sich auch Professor Dr. Volker Groß (links), Chefarzt der medizinischen Klinik II, sowie Palliativmediziner Dr. Jochen Pfirstinger (Zweiter von rechts) und Sylvia Gawel, Koordinatorin von Palli Vita. Bild: Hartl

Eine satte Summe von 16 000 Euro spendete die Leukämiehilfe Ostbayern zum Start der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in der Stadt Amberg und in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt. Dazu war der Vorsitzende der Organisation, Professor Dr. Reinhard Andreesen, ins Klinikum gekommen.

Amberg. (san) Er überreichte nicht nur den Scheck, sondern machte dem Team von Palli Vita (Gesellschafter sind unter anderem die Kliniken St. Marien und Neumarkt) ein großes Kompliment. Die Leukämiehilfe habe auch die Etablierung von SAPV-Teams in Deggendorf, Straubing und Regensburg gefördert. "Das passt ganz gut zu unseren Bestrebungen, uns um das Schicksal der Patienten zu kümmern", sagte er. "Das erleichtert uns den Start erheblich", betonte Klinikums-Vorstand Manfred Wendl betonte in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer von Palli Vita.

Vor rund drei Jahren habe das Klinikum St. Marien sich auf den Weg gemacht, ein SAPV-Team zu installieren, blickte Wendl auf die Anfänge zurück. Das Klinikum Neumarkt hatte seinen Worten nach Ähnliches geplant. Bei Verhandlungen mit den Kostenträgern ergab sich, dass pro 250 000 Einwohnern ein Team installiert werden sollte. Die Stadt Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach haben rund 140 000 Einwohner, der Landkreis Neumarkt 125 000. "Damit waren wir jeweils deutlich von der vorgegebenen Größe entfernt", so Wendl. Ein gangbarer Weg wurde dennoch gefunden: die SAPV wurde gemeinsam angegangen.

Gestartet wird mit der SAPV laut Wendl am Mittwoch, 2. November. St.Marien verfügt außerdem über eine Palliativstation mit neun Betten und bietet hausintern noch einen palliativmedizinischen Konsildienst an. "Der Baustein, der uns bislang noch gefehlt hat, ist die SAPV für Erwachsene", erklärte Wendl.

Immer erreichbarDr. Jochen Pfirstinger, ärztlicher Leiter von Palli Vita, erläuterte, dass Patienten mit einer weit fortgeschrittenen lebenslimitierenden Erkrankung in ihrem häuslichen Umfeld betreut werden, sowohl daheim als auch in Pflegeheimen. Die Verordnung erfolge durch den jeweiligen Hausarzt. Pflegekräfte und Ärzte versorgen dann den Patienten, leiten Angehörige an und "versuchen, Krisensituationen zu entschärfen oder zu vermeiden". Pflegekräfte und Ärzte haben laut Dr. Jochen Pfirstinger eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Sylvia Gawel, Koordinatorin bei Palli Vita, erwähnte das Netzwerk, in dem neben den medizinischen Teams noch Therapeuten, Hilfsmittellieferanten, Hospizhelfer und Seelsorger engagiert sind. "Wir sind zuversichtlich, dass dieses Angebot positiv aufgenommen wird", zeigte sich Manfred Wendl, Geschäftsführer von Palli Vita, überzeugt. (san)
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