34-Jähriger versorgt Frau und bekommt Haftstrafe
Drogen fliegen über Gefängnismauern

Der Stein, an dem ein Behälter mit rezeptpflichtigen Subutex-Tabletten hing, flog in Bogen auf das Gelände der Justizvollzugsanstalt, landete im April vergangenen Jahres im Bereich der dortigen Landwirtschaftsabteilung und wurde von einem Bediensteten des Gefängnisses entdeckt.

Eine Aktion, die für die Urheber völlig ins Leere lief. Gleichwohl eine von vielen, die pro Jahr rings um den Trakt mit ebenso hohen wie dicken Mauern an der Werner-von-Siemens-Straße stattfinden. Vor Amtsrichterin Julia Taubmann saß nun ein 34-jähriger, der von einer Frau zu dem sogenannten Überwurf angestiftet worden war und dafür, weil selbst abhängig, Drogen als Lohn erhalten hatte. Ein Fall von vielen, die nahezu regelmäßig die Justiz beschäftigen.

"Dass in der JVA Amberg Rauschgift kursiert, weiß unterdessen jeder", sagte Staatsanwalt Jan Prokoph. Der von weiter her zu seinem Wurf angereiste Täter kam nicht mit Milde davon. Er erhielt angesichts seiner Vorstrafen ein halbes Jahr Haft zum Absitzen. Polizeibeamte hatten ihn zur Verhandlung aus einer zu verbüßenden Gefängnisstrafe vorgeführt.
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