54-Jährige muss Nach Brandsdtiftung in Psychiatrie
Menschliches Drama

Symbolbild: dpa

Amberg/Schwandorf. Sie gab bellende Laute von sich, summte im Gerichtssaal ein Lied und wurde plötzlich aggressiv. Was sich vor dem Landgericht Amberg abspielte, war eine menschliche Tragödie, hervorgerufen bei einer 54-Jährigen durch immer mehr um sich greifende schizophrene Wahnvorstellungen. Die allein lebende Frau aus dem Kreis Schwandorf hatte Feuer in ihrer Wohnung gelegt, sich verbarrikadiert und unter einem Bett verkrochen.

Dort holten sie Einsatzkräfte heraus und bargen auch die Hauskatze. Diese habe "das Kommando für die Brandlegung gegeben", erfuhren die Richter der Ersten Strafkammer im Verlauf des Sicherungsverfahrens und hörten weiter, dass sich die Frau ständig von Rechtsbrechern und Sexualtätern verfolgt fühlte. Feuerwehrleuten warf sie vor, dass es unanständig gewesen sei, die Katze zu retten, "wenn Sie noch nicht einmal deren Namen kennen".

Bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus war ein Schaden von über 40 000 Euro entstanden. Nicht lange davor hatte die 54-Jährige ihre Räume unter Wasser gesetzt und damit ebenfalls umfangreiche Sanierungsmaßnahmen ausgelöst. Der Strafkammer blieb keine Wahl. Sie schickte die psychisch schwer kranke Frau in eine dauerhafte forensische Unterbringung. Für die Vorsatzbrandstiftung, sei sie strafrechtlich nicht zur Verantwortung zu ziehen.
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