90 Jahre Dreifaltigkeitskirche
Grüße von Hindenburg

Vor 90 Jahren: Stadtdekan Jakob Wagner (St. Martin) feierte mit den Gläubigen den Gottesdienst zur Grundsteinlegung der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit, die drei Jahre später ihrer Bestimmung übergeben wurde. Archivbild: privat

Vor genau 90 Jahren, am 30. Mai 1926, wurde der Grundstein für die Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit gelegt, die drei Jahre später eingeweiht wurde. Für Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ist das Grund genug, um morgen einen Pastoralbesuch abzustatten.

Amberg. (ads) Ein Blick in die Chronik der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit zeigt, dass gemäß dem Stiftungsbrief vom 18. Juli 1923 die Erhebung der St. Dreifaltigkeitspfarrei Amberg durch Diözesanbischof Antonius Henle erfolgt war. Drei Jahre später, am 30. Mai 1926, wurde dann der Grundstein für die Pfarrkirche gelegt. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte damals Stadtdekan und Stadtpfarrer Jakob Wagner (St. Martin).

"Die Grundsteinlegung wurde weit über Bayern hinaus beachtet, handelte es sich doch um ein großes Bauprojekt in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit", steht in der Chronik zu lesen. Auch, dass Kronprinz Rupprecht von Bayern, Reichpräsident Paul von Hindenburg und Bayerns Ministerpräsident Heinrich Held Grußbotschaften sandten und Regierungspräsident Theodor von Winterstein persönlich bei der Grundsteinlegung mitwirkte. Nach drei Jahren intensiver Bauzeit weihte am 12. Mai 1926 der damalige Diözesanbischof Michael Buchberger das Gotteshaus ein. 1976, zum 50-Jährigen der Grundsteinlegung, erfolgte die erste Innenrenovierung. Dabei wurden die Aufbauten am Hochaltar entfernt, damit die große Holzplastik mit dem Gnadenstuhl besser zur Geltung kommt. Ein neuer Volksaltar wurde errichtet, die Reihe der Kirchenbänke komplett erneuert und eine Fußbodenheizung installiert. Den Dankgottesdienst zum Abschluss der Renovierung feierte der damalige Diözesanbischof Dr. Rudolf Graber am 30. Mai 1976.

30 Jahre später, im Jahr 2006, war die zweite Innenrenovierung fällig. Die starke Verschmutzung der Innenschale, die veralterte Elektrizität und eine sanierungsbedürftige Orgel waren die Hauptgründe für die Maßnahmen, die mit rund 1,1 Million Euro zu Buche schlugen. Um Gelder für die Finanzierung der Renovierungskosten zu erhalten, war ein Förderverein gegründet worden.

Zudem wurde die Grundstein-Kapsel von 1926 herausgenommen, geöffnet, der Inhalt gesichtet und eine neue Urkunde über die Renovierung und mit den Daten der damals gültigen kirchlichen Würden- und weltlichen Amtsträgern ergänzt. Den Festgottesdienst zur Eröffnung der renovierten Kirche feierte der aus der Pfarrei stammende Bischof Dr. Oswald Hirmer an Allerheiligen 2006. Am 2. Adventsonntag, 7. Dezember 2008, erfolgte die Weihe des neuen Volksaltars durch Diözesanbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller.

Feier am SonntagZur 90-Jahr-Feier der Pfarrkirche steht Hl. Dreifaltigkeit am Sonntag, 29. Mai, ein Pastoralbesuch von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer bevor. Um 10 Uhr wird der Bischof mit den Gläubigen einen Pontifikalgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche feiern, bei der auch die Krönungsmesse von Mozart zu hören sein wird. Nach dem Gottesdienst werden am Kirchplatz die Kinder der Pfarrei gesegnet und es besteht Zeit zur Begegnung mit dem Bischof. Der Frauenbund organisiert einen Stehempfang. (ads)
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