Ab 2018 Tagesklinik für Kinder, Jugend und Erwachsene
Platz für Psychiatrie

Nur drei Monate nach der Eröffnung des mehr als 60 Millionen Euro teuren Neubaus ist am Klinikum die nächste Baustelle nicht zu übersehen. Arbeiter haben damit begonnen, den sogenannten C-Trakt, im Volksmund besser als Infektionsbau bekannt, dem Erdboden gleichzumachen. Für 6,8 Millionen Euro errichtet der Bezirk an gleicher Stelle eine psychiatrische Tagesklinik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Anfang 2018 ihren Betrieb aufnehmen soll (wir berichteten).

Laut Klinikumssprecherin Stephanie Gräß wird der Abriss sechs bis acht Wochen dauern. Zuvor war der Trakt in dem schon "seit Jahren keine Patienten mehr" untergebracht waren, komplett geräumt worden. In diesem Teil des Gebäudes waren zuletzt unter anderem die Betriebsärztin, die Patientenfürsprecher und das mittlerweile ebenfalls umgezogene Spielzimmer der Fördervereins Flika untergebracht. Beeinträchtigt werde der Krankenhaus-Betrieb durch die Arbeiten nicht. Eigens installierte Staubschutzwände sorgen nun dafür, dass benachbarte Abteilungen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Und auch der Patientengarten könne komplett genutzt werden, abgesehen von einigen Quadratmetern, die sich hinter dem Bauzaun befinden.

Gegenwärtig sind die Institutsambulanz sowie die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie noch im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus untergebracht. Auf dem Gelände des Klinikums entstehen laut Lissy Höller, Sprecherin der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks, kurz Medbo, auf 1200 Quadratmetern 12 Plätze für Kinder und Jugendliche sowie 20 für Erwachsene.

Die Verbindung des Neubaus zum bestehenden Klinikum bezeichnen die Verantwortlichen von Bezirk und St. Marien unisono als ideal: Ein ähnliches Fächerspektrum existiere ansonsten nur an Universitätskliniken.
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