Ab Samstag lockt das Amberger Bergfest wieder Tausende Besucher
Unser Herz schlägt am Berg

Am Berg trinkt nicht nur der Mönch gerne seine Maß, wie es das Firmenlogo dieser Brauerei ausdrückt. Die Ausschankbuden und Zelte für Tausende Besucher, die ab Samstag kommen werden, sind vorne an der Festmeile bereits aufgestellt. Und von hinten rollt auch schon das Bier fassweise an. Bild: Steinbacher

Beten, Bier und Bratwürste: Nein, diese Kurzformel fürs Bergfest kann gar nicht abgedroschen sein. Weil sie trotz ihrer vielfachen Verwendung seit 200 Jahren ungebrochen zieht. Und wie. Auch heuer wird Ambergs neuntägiges Fest auf dem Mariahilfberg wieder Zigtausend Gäste anlocken. Wenn's Wetter passt.

Das ist wie jedes Jahr die einzige Unwägbarkeit. Dafür können wir ruhig jetzt schon mal anfangen zu beten, auch wenn das Bergfest erst am Samstag, 25. Juni, startet. Natürlich ist "gedeihliches Wetter", wie es die Geistlichkeit in ihren Bitten gen Himmel gerne formuliert, unabdingbar für ungetrübtes Festvergnügen. Das gilt sowohl für die kirchlichen Angebote am Freialtar als auch fürs Essen, Trinken und Feiern drüben am Festplatz.

"Alles so wie immer"


Der hat sich schon seit Anfang der Woche mit seinen Bierzelten, Brauereiwagen, Metzgerei-Grillständen und sonstigen Essbuden aller Art in den Zustand verwandelt, den nicht nur die Amberger so lieben. Dort, aber auch in der Bergkirche, der veranstaltenden Kirchenstiftung und dem Franziskanerkloster steht alles Gewehr bei Fuß, um loszulegen wie eh und je. Tatsächlich ist das Programm ganz traditionell gestaltet. "Alles so wie immer", sagte Klosterpförtner und Meßner Norbert Aures verwundert, als die AZ anrief und um einen Besprechungstermin mit Guardian Pater Janusz Wrobel bat.

Drei Bischöfe kommen


Etwas Neues gab es dann von seiner Seite doch zu verkünden: Nämlich, dass heuer gleich drei Bischöfe dem Bergfest die Ehre geben. Das toppt fast das vergangene Jahr, als zwar der Apostolische Nuntius des Vatikans aus Berlin zur Eröffnung kam, aber nicht der Diözesanbischof. Regensburgs Oberhirte Dr. Rudolf Voderholzer wird nach 2014 heuer zum zweiten Mal auf dem Bergfest erwartet. Diesmal schließt er sich dem Wallfahrtsamt der Bundeswehr am Donnerstag, 30. Juni, um 11 Uhr an, dem wie immer der große Soldatenpilgerzug von der Schweppermannkaserne vorausgeht. Den offiziellen Auftaktgottesdienst am Samstag um 19 Uhr in der Bergkirche lässt sich erneut Weihbischof Reinhard Pappenberger nicht nehmen, während zur Schlussandacht mit Lichterprozession am Sonntag, 3. Juli, um 19 Uhr der zweite Regensburger Weihbischof, Dr. Josef Graf, kommt.

Neu ist auch der Festprediger Monsignore Thomas Schmid, den Pater Janusz jeweils für die Abendandachten an fünf Tagen "verpflichten" konnte. Er schlüpft zum ersten Mal in diese Rolle am Mariahilfberg und wird neben kommendem Sonntag auch am Montag, Dienstag, Freitag und Samstag nächster Woche zu hören sein.

Sozialpfarrer als Prediger


Der 49-Jährige ist Sozialpfarrer und Diözesanpräses der Regensburger KAB-Zentrale. Er wird sich passend zum vom Papst ausgerufenen Jahr der Barmherzigkeit mit biblisch überlieferten Worten Mariens zu diesem Leitmotiv befassen. Das dazu geprägte geistliche Motto der Festwoche lautet: "Worte, die von Herzen kommen ... und zu Herzen gehen". Das passt bestens zum Bergfest, das uns allen zu Herzen geht.

Das Bergfest-ProgrammKinder, Senioren, Jugend und Frauen

Amberg. (ath) Nach dem offiziellen Auftakt Samstagabend setzt sich das Bergfest am Sonntag und in der kommenden Woche mit traditionellem Programm fort. Am Montag, 27. Juni, ist wie immer um 15.30 Uhr am Freialtar Kindergottesdienst mit Segnung der Buben und Mädchen.

Der Dienstag und Mittwoch, 28. und 29. Juni, gehören jeweils nachmittags den Senioren mit eigenen Messen: Die in Amberg wohnenden feiern ihre Eucharistie am Dienstag um 15 Uhr mit Pfarrer Maciej Kolanowski; die aus der Umgebung stammenden tun es tags darauf zur gleichen Zeit mit einem Salesianerpater aus Ensdorf. Der Mittwoch steht aber auch im Zeichen der jungen Leute mit der Jugendandacht um 19.30 Uhr, zu der Präfekt Gerhard Pöpperl aus Regensburg predigen wird.

Selbst der Frauenbund der Region hat am Donnerstag, 30. Juni, um 15 Uhr seine Messe, und am gleichen Tag ist um 19.30 Uhr außerdem ökumenische Andacht mit dem evangelischen Pfarrer Bernd Schindler als Prediger.

Das Patrozinium der Mariahilfkirche, um das sich das Bergfest eigentlich dreht, ist am Samstag, 2. Juli. Dazu gibt es um 11 Uhr eine Eucharistie mit etlichen in Amberg geborenen und einst hier tätigen Priestern. Und zur Vorabendmesse, die im Zeichen Mariä Heimsuchung steht, spielt die Don-Bosco-Blaskapelle Ensdorf. Kirchlicher Schlusspunkt ist wie immer die Andacht mit Lichterprozession am Sonntag, 3. Juli, um 19 Uhr, mit Weihbischof Dr. Josef Graf.

Ab 6 Uhr Messen und erstes Essen

Amberg. (ath) Neben den kirchlichen Höhepunkten (siehe oben und nebenstehenden Bericht) ist auch das reguläre Programm der Bergfestwoche wieder umfangreich: Es gibt von Sonntag bis Sonntag täglich Heilige Messen beziehungsweise Wallfahrtsämter für die angemeldeten Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung, und zwar jeweils um 6, 7, 8.30, 10 und 11 Uhr (8.30 und 10 Uhr jeweils mit Predigt). Ferner ist 15 Minuten vor jedem Gottesdienst sowie von 19 bis 19.30 Uhr Beichtgelegenheit.

Zu essen und trinken gibt es auf dem Festplatz vor der Bergkirche an allen Tagen bereits ab dem frühen Morgen bis zum späten Abend. Einige Zelte, Brater und mehr haben für die ersten Wallfahrtsgruppen und ihre Messen sogar schon ab 6 Uhr sehr zeitig geöffnet.
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