Aggressive Zeitgenossen treten derzeit in Amberg gehäuft auf
Randalierer halten Polizei auf Trab

Symbolbild: dpa

Steht der Mond falsch? Sind es die Nachwehen der weltlichen Seite des Bergfestes? Machen spielfreie Tage bei der Europameisterschaft die Leute aggressiv? Man weiß nicht so recht, was es ist, aber irgendein Umstand lässt derzeit aus ansonsten friedlichen Ambergern in auffälliger Zahl Randalierer werden. Allein vier solcher Fälle enthält der Pressebericht der Polizeiinspektion vom Dienstag.

Den Anfang machte ein laut Erstem Hauptkommissar Hans-Peter Klinger "polizeilich bekannter" 34-Jähriger. Er randalierte am Montag gegen 11.15 Uhr in seinem Zimmer in einem Mehrfamilienhaus im Südosten so heftig, dass die Polizei gerufen wurde. Das schien dem Mann nicht zu gefallen, denn als die Streife eintraf, warf er von innen einen Betonstein gegen die Tür. Die Beamten erkannten schnell das Problem: Der 34-Jährige stand sichtlich unter dem Einfluss von Alkohol und Medikamenten. Er zeigte erhebliche Stimmungsschwankungen. In seinem Zimmer fanden sich eine geringe Menge Betäubungsmittel sowie mehrere Messer und andere gefährliche Gegenstände. Sie wurden sichergestellt. Schließlich wurde der Mann in eine Fachklinik eingewiesen.

Flaschen fliegen aus Fenster


Im Dreifaltigkeitsviertel war es dann am Nachmittag ein 39-Jähriger, der Flaschen aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses warf. Die alarmierte Polizeistreife identifizierte die Wohnung und klingelte. Während der Mann sie noch hereinbat, griff er die Beamten körperlich an. Die zeigten sich davon allerdings wenig beeindruckt, rangen den Aggressor zu Boden und fesselten ihn. "Aufgrund seines gesundheitlichen Allgemeinzustandes", so der Pressebericht, wurde der 39-Jährige in eine Fachklinik eingewiesen.

Am Eisberg hatte die Auseinandersetzung zwischen einer 48-Jährigen und ihrem Nachbarn eine Vorgeschichte: Die beiden streiten schon länger. Jetzt aber - es war am Montag gegen 15 Uhr - beleidigte die Frau den Nachbarn. Was sie genau sagte, teilt die Polizei nicht mit, doch es war heftig genug, um ihren empörten Dauer-Kontrahenten einen Strafantrag stellen zu lassen.

Fäuste gegen Sichtschutz


Gegen 22.15 Uhr machte dann noch einmal ein 23-Jähriger aus dem Bergsteigviertel einen Polizeieinsatz nötig. Der junge Mann hatte sich laut Pressebericht zuerst mit einer Flasche Whisky betrunken. Danach lebte er seine Aggressionen aus, indem er in den Garten ging und mit den Fäusten gegen den Sichtschutz zur benachbarten Doppelhaushälfte schlug. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von einigen Hundert Euro. Dieser Volltrunkene ließ sich aber schließlich von der Polizei beruhigen. Ermittlungen muss sie natürlich trotzdem einleiten.
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