Aktion rückt schwierige Situation Angehöriger in Blick
Licht für die Pflege

(ath) Der Advent ist eine lichtreiche Zeit. Doch bei aller Hoffnung, die Tausende Kerzen und Lämpchen in diesen Wochen ausstrahlen sollen, bleibt ein Bereich im Dunkeln: die Arbeit pflegender Angehöriger, die selbst in der Vorweihnachtszeit nicht leichter wird, weil ihr Anerkennung, finanzielle und oft auch praktische Hilfen fehlen.

Das sagt die Ambergerin Kornelia Schmid, die sich zusammen mit Hanni Schertl aus Reisach seit rund zwei Jahren ehrenamtlich für dieses Thema in die Bresche wirft. Im vergangenen Jahr veranstaltete sie mehrere Flashmobs in Amberg unter dem Motto "Pflege am Boden". Der Titel, bundesweit für ähnliche und weitere Aktionen verwendet, ist geblieben und wurde am Samstagabend ein zweites Mal für eine eher neue Aktion benutzt. Nach der Dezember-Premiere 2014 organisierte Schmid heuer erneut am zweiten Samstag des Monats die Initiative "Ein Licht für die Pflege". Sie lud zu einer Lichterkette auf der Krambrücke ein, die immerhin mit rund 30 Teilnehmern, dicht an dicht stehend, bis zum Fleischbankgäßchen reichte.

Gut eine halbe Stunde lang zog die Gruppe überwiegend pflegender Angehöriger hier in direkter Nähe zum Weihnachtsmarkt die Blicke der Passanten auf sich. Etliche Bürger informierten sich über den Hintergrund und ließen sich von Schmid und Schertl über Probleme in der häuslichen Pflege aufklären. Beide Frauen fordern zum Beispiel einen Stützpunkt in der Region, an dem pflegende Angehörige zentral über alle Hilfen und Angebote informiert werden.
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