Akute Seenot
«Sea-Eye» rettet Hunderte Flüchtlinge

Michael Buschheuer vor der "Sea-Eye".

Malta/Regensburg. Das private Flüchtlings-Rettungsboot «Sea-Eye» hat am Freitagmorgen in einer stundenlangen Rettungsaktion mehrere hundert Geflüchtete auf dem Mittelmeer aus akuter Seenot gerettet.



Die Crew der «Mission 4» habe bei ihrer Patrouillenfahrt vor der Küste Libyens insgesamt zehn Schlauchboote mit rund 1.500 Menschen an Bord entdeckt, teilte der Verein «Sea-Eye» mit. Zusammen mit der italienischen Küstenwache seien die Schiffbrüchigen versorgt und anschließend von größeren Schiffen auf das sichere Festland oder Inseln gebracht worden.

Die Mitarbeiter der «Sea-Eye» verteilten insgesamt 600 Rettungswesten, zudem wurden die überfüllten Rettungsboote durch die auf der «Sea-Eye» mitgeführten Rettungsinseln entlastet. Die Flüchtlinge erhielten zudem Essen und Trinken sowie medizinische Versorgung. Selbst an Bord nehmen kann die «Sea-Eye» die Geflüchteten nicht, dazu ist der umgebaute Fischkutter zu klein.

Das hochseetaugliche Schiff hat der Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer gekauft und für die humanitäre Aktion im Mittelmeer umrüsten lassen. Die Crew-Mitglieder arbeiten wochenweise ehrenamtlich auf der «Sea-Eye». Das Schiff ist seit April 2016 im Seegebiet vor der Küste Libyens im Einsatz.
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