Amberg als Weihnachtsstadt der Oberpfalz
Leuchtende Ziele

Die Überraschung war Oberbürgermeister Michael Cerny (Zweiter von rechts) zweifelsohne geglückt, als er am Ende seiner Jahresschlussrede vier Stadträte nach vorne bat, um sie für 25 Jahre Zugehörigkeit zum Gremium zu ehren (von links): Dieter Amann (SPD), Dieter Mußemann, Barbara Lanzinger und Dr. Konrad Wilfurth (alle CSU). Bild: Huber

Erst schweifte der Blick des Oberbürgermeisters kurz hinaus in Welt - zu Terroranschlägen und Flüchtlingen. Dann aber war der Schwenk für Michael Cerny gar nicht groß, um zu verdeutlichen, wie sehr die Probleme dieser Erde uns alle konkret vor Ort betreffen. Da genügte die Aussage, dass aus dem ursprünglich gedachten "Winternotfallplan" inzwischen ein Dauernotfallplan geworden sei, der alle Städte und Landkreise verpflichte, dauerhaft zusätzliche Aufnahmekapazitäten für Asylbewerber zur Verfügung zu stellen. Volle Turnhallen an der Willmann- und Barbaraschule seien der Beleg gewesen. In diesem Zusammenhang dankte der OB der Vielzahl freiwilliger Helfer, die ihn zu der Erkenntnis brachte: "Die Amberger sind bereit, sich für die Belange anderer Menschen einzusetzen - und darauf bin ich sehr stolz."

Neue Beleuchtung


Zu den großen Themen 2015 rechnete Cerny die Verleihung des Titels "Fair Trade Stadt", die Auszeichnung als liebens- und lebenswerteste Stadt Deutschlands sowie die Installation der neuen Winter- und Weihnachtsbeleuchtung in der Fußgängerzone. Letztere rege die Kreativität vieler Menschen an und bringe Amberg auf den besten Weg, "die Weihnachtsstadt der Oberpfalz zu werden". Er lobte in diesem Kontext die gute Zusammenarbeit mit der Park- und Werbegemeinschaft, namentlich mit deren Motor Andreas Raab, sowie mit dem Stadtmarketingverein.

Positiv bewertete der Oberbürgermeister die Behördenverlagerung, die der Stadt die zentrale IT-Stelle der bayerischen Justiz ebenso beschere wie das Institut für Frühpädagogik. Gelegt habe sich unterdessen die große Aufregung um die Ausweisung des Landschaftsschutzgebiets im Ammerbachtal, weil ein tragbarer Kompromiss gefunden wurde.

Millionen für Schulen


Sportliche Eckpunkte habe der FC Amberg mit dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga gesetzt. Als nicht minder erfreulich sei die Verschmelzung von ERSC und EC 2000 zu sehen. Schließlich habe die Stadt insbesondere in das Schulwesen investiert: fünf Millionen Euro in die inzwischen vollendete Zweifachsporthalle der Dreifaltigkeitsschule sowie der Start in die Sanierung und Erweiterung der Städtischen Wirtschaftsschule mit einem Gesamtvolumen von rund elf Millionen Euro. Als sehr positives Signal betrachtete der Sprecher das neue Multiplex-Kino: "Der ungebrochen hohe Zuspruch aus der gesamten Region zeigt, wie viele Besucher zuvor den Weg in andere Städte gesucht hatten."

Ehe er zu umfangreichen Danksagungen anhob, meinte Cerny noch, dass 2016 "zu einem Jahr der Weichenstellungen" werden könnte. Er zeigte dies mit dem Hinweis auf die Folgerungen der beiden Wettbewerbe zum Parkdeck an der Marienstraße und zum Bürgerspital auf und führte den beabsichtigten barrierefreien Umbau des Stadttheaters an. Den Komplex verlassend, betonte der OB: "Veränderung braucht Mut zur Entscheidung - vielleicht auch mutige Entscheidungen."

Am Ende seiner Rede beglückwünschte Michael Cerny vier Stadtratskollegen für 25 Jahre unentwegte Zugehörigkeit zum Gremium. Urkunden händigte er aus an Barbara Lanzinger, Dieter Mußemann, Dr. Konrad Wilfurth (alle CSU) sowie an Dieter Amann (SPD).
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