Amberg hilft Menschen mit neuem Projekt
Mit Garn Geld verdienen

Die Idee ist geboren. Räume, ein Sponsor und künftige Mitarbeiter fehlen noch. Dennoch ist die Gruppe "Amberg hilft Menschen" zuversichtlich, dass sich mit Garn Geld verdienen lässt.

Idee sei, Arbeitsplätze für Flüchtlingsfrauen zu schaffen. Aber nicht nur für sie, auch Langzeitarbeitslose oder Frauen mit kleinen Kindern kämen in Frage. Ein Vorbild für das Projekt gibt es auch schon: Manomama, das Modelabel von Sina Trinkwalder aus Augsburg mit 130 Mitarbeitern. Wie Vorstandsmitglied Michael Geiss erklärt, kam er auf die Idee durch einen Bekannten, der bereits in der Branche tätig ist.

"Wir wollen versuchen, in Amberg eine Lohn-Näherei aufzubauen", erklärt Michael Geiss und fügt hinzu: "Wir wollen damit keinesfalls in Konkurrenz zu Änderungsschneidereien treten." Vielmehr sollen Einkaufstaschen oder Kissenbezüge genäht werden - Massenware eben.

Egal, ob das Frauen sind, die gar kein Deutsch können, oder welche, die noch nie gearbeitet haben: Sie würden angelernt und könnten auch absolut flexibel in den Arbeitszeiten sein. "Vier Stunden, acht Stunden, in Vollzeit, in Teilzeit - da ist alles machbar", sagt Geiss. Ihm schwebt auch vor, dass ein kleiner Verkaufsraum angegliedert wird. "Wir sehen das als Wirtschaftsmodell, nicht als eine Maßnahme." Aufgebaut werden soll eine Firma, "die es nicht ein Jahr, nicht zwei Jahre, sondern die nächsten 30 Jahre gibt", erklärt er. Eine Näherei ist seiner Ansicht nach dafür ideal. Die Investitionen wären nicht allzu groß, gebraucht würden lediglich Nähmaschinen und Tische.

Gesucht würden jetzt die passenden Räume. "Sie sollen zentrumsnah und gut mit dem Bus erreichbar sein." Und natürlich brauche das Projekt auch zuverlässige Mitarbeiter. "Wir müssen erst einmal Leute finden", erklärt Geiss und lässt sich ein bisschen in die Karten schauen: "Aufträge hätte ich nämlich schon."

Benötigt würden nicht nur Näherinnen, sondern auch Fachleute, die diese anleiten und ihnen etwas beibringen. Problem Nummer 3: "Wir brauchen einen Sponsor, der uns unterstützt." Denn "Amberg hilft Menschen" könne das alleine nicht stemmen. "Die Firma könnte man dann zum Beispiel als GbR führen." Geiss schätzt, dass als Startkapital rund 50 000 Euro benötigt würden. "Damit dürften wir hinkommen."

Ihm ist wichtig, dass die Frauen eines lernen: Sie können ihr eigenes Geld verdienen. "Das Projekt ist sicherlich ausbaufähig", sagt Geiss und verweist auf die Heimarbeit. Doch zunächst sollen die Mitarbeiter in die Näherei kommen. "Damit sie Deutsch sprechen, voneinander lernen, Kontakte knüpfen und auch Freundschaften schließen." Die Vertreter von "Amberg hilft Menschen" sind sehr zuversichtlich, dass aus ihrer Idee eine Firma erwachsen kann: "Ich bin guter Dinge, dass das funktioniert", betont Geiss.
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