Amberg-Sulzbach, der Landkreis der heiligen Berge, Bergfesttraditionen, Montangeschichte und ...
AM-Stadt und AS-Land Hand in Hand

Landrat Richard Reisinger im Standort-Interview:

Herr Reisinger, was ist an Ihrem Landkreis unverwechselbar?

Reisinger: Da fallen mir die heiligen Berge mit unserer Bergfesttradition ein, die reichhaltige Montangeschichte, abgelöst durch eine innovative Industriekultur, und die sehr nachhaltig ausgeprägte Kirwa-Kultur in all unseren Gemeinden mit über 120 Veranstaltungen pro Jahr.

Wie würden Sie die Management-Aufgabe eines Landrats mit Sitz in der Stadt Amberg definieren?

Reisinger: Wichtig ist, dass Stadt und Land an einem Strang ziehen. Und das funktioniert seit vielen Jahren in echter Kooperation. Wann immer nötig und möglich bündeln wir unsere Kräfte zum Wohle unserer Heimat, sei es jetzt beim gemeinsamen Kampf um die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Schwandorf oder bei der Initiative "Bildungsregion in Bayern". Besonders freut mich die gemeinsame Bewerbung um Leader-Fördermittel.

Früher nannte man die Region Ruhrgebiet des Mittelalters - welcher Begriff würde nach dem Strukturwandel am besten passen?

Reisinger: Region mit Zukunft. Was uns stark macht, sind innovative Betriebe mit attraktiven Arbeitsplätzen. Einrichtungen wie Fraunhofer UMSICHT, um nur eine zu nennen, sind ein immenser Gewinn.

Wie kann der Landkreis den demografischen Wandel begleiten?

Reisinger: Wir sind gerade dabei, ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept zu erarbeiten, basierend auf einer Bestandsanalyse, welche Herausforderungen sich ergeben werden.

Die Energiewende stockt, kanadische Fracking-Unternehmen drängen nach Deutschland ...

Reisinger: Wir haben im Kreistag in Form einer Resolution unsere strikte Ablehnung dieser Methode zum Ausdruck gebracht. Die Staatsregierung hat uns auch schriftlich zugesichert, dass Fracking bei der Aufsuchung unkonventioneller Öl- und Gasvorkommen in Bayern nicht zum Einsatz kommen wird.

An welcher Stelle würden Sie den Standort Amberg-Sulzbach bei einem Ranking der Oberpfälzer Landkreise einstufen?

Reisinger: Pah (lacht), Fangfrage! Diesbezüglich verweigere ich die Antwort aus diplomatischen Gründen. Der Grat zwischen Selbstherrlichkeit und Selbstmitleid ist diesbezüglich einfach zu schmal.

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Das Interview in voller Länge lesen Sie auf

http://www.oberpfalznetz.de/standort
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