Amberger Autocrosser beenden vorzeitig Saison
Lust und Frust am Gaspedal

Sie sind das Amberger Racingteam AKR (von links): Sponsor und Fahrer Michael Rampf, Stephan Koller, Verena Fleischmann (beide Fahrer) sowie der Fahrer und Manager Markus Böhm. Bild: e

Mit dem Allrad-SUV wie in einer Sänfte Schlaglöcher zu umfahren, ist in erster Linie teuer. Mit einem ausgeweideten Serien-Pkw bei Crossrennen kein Schlag- und Schlammloch auszulassen, kommt günstiger, macht aber viel, viel mehr Spaß.

Sieben Rennen zur Landesmeisterschaft im Autocross gibt es jährlich in Bayern, fünf kommen in die Wertung. Tausende Zuschauer stehen nicht an den Strecken, TV-Übertragungen bleiben aus und Sponsoren stehen auch nicht Schlange. Aber die Leidenschaft beim er Racingteam AKR (Fahrer Michael Rampf, Stephan Koller, Verena Fleischmann, Markus Böhm) macht all das wett.

Im weißblauen Freistaat sind rund 30 Rennteams bei den Titelkämpfen mit dabei. Wer bei der Endabrechnung die meisten Punkte hat, der ist bayerischer Meister. Das Amberger Racingteam ist aber draußen. Es hat die Rennsaison vorzeitig beendet: "Wir wurden in dieser Saison mit einigen technischen Problemen an unserem 34 Jahre alten Audi 80 konfrontiert, die es zu lösen galt" sagte Markus Böhm, Manager des Rennstalls.

Zuletzt gab es bei den Wertungsläufen in Trautmannshofen Ärger mit dem Kühlsystem. Deshalb kamen die Amberger Piloten um Leader und Rennstall-Eigentürmer Michael Rampf heuer nicht auf das Podest. Neu war in dieser Saison, dass mit Verena Fleischmann erstmals eine Frau das vierköpfige Fahrerteam ergänzte. Sie hatte zuletzt in Trautmannshofen im zweiten Lauf sogar die beste Zeit für die Amberger Autocrosser herausgeholt, wegen einer Regelwidrigkeit wurden ihr aber fünf Strafsekunden aufgebrummt. Das war nicht mehr gutzumachen.

Rampf, ein in Amberg niedergelassener Rechtsanwalt, der das Team mit seiner Kanzlei seit Jahren sponsert, gibt sich dennoch optimistisch. "Im kommenden Jahr werden wieder besserer Ergebnisse eingefahren." Das Saison-Fazit des Teams fällt vor diesem Hintergrund alles in allem zufriedenstellend aus, auch wenn der vom Renault-Club Trautmannshofen ausgesteckte Rennkurs den Amberger zuletzt deutlich mehr Frust als Lust brachte.
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