Amberger Berufsschüler erzählen ihre Geschichte
Das Leben als multimedialer Film

Die Teilnehmer des Beruflichen Schulzentrums Amberg auf der Bühne in München. Bild: BR/Felber (hfz)

Jugendliche aus dem Berufsschulzentrum Amberg haben einen Tag beim Bayerischen Rundfunk in München verbracht: Sie feierten den Abschluss des Projekts "Here's my Story".

Bei dieser Aktion der Stiftung Zuhören und der BR-Abteilung Bildungsprojekte haben junge Leute Geschichten aus ihrem Leben multimedial aufbereitet. In einer Projektwoche hatten sie sich mit ihrem Leben auseinandergesetzt.

Wo komme ich her?


Die zentralen Fragen waren: Wo komme ich her? Und was sind meine Ziele im Leben? Aufbereitet mit Videos, Bildern und Musik entstanden multimediale Geschichten, die ganz persönliche Einblicke geben und das Lebensgefühl einer Generation widerspiegeln (br.de/mystory).

Als Pate zeichnete Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, die Akteure aus. Zuvor konnten diese bei Führungen Eindrücke von den beruflichen Möglichkeiten in einem Medienunternehmen gewinnen. Der Kooperationspartner Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) informierte über Berufe in der Metall- und Elektrobranche. Insgesamt hatten sich 130 Schüler aus ganz Bayern beteiligt: aus dem Berufsschulzentrum Amberg, aus der St.-Georg-Mittelschule Bad Aibling, der Eichendorffschule Erlangen, der Grund- und Mittelschule Leipheim, der Mittelschule Neunkirchen am Brand, der Staatlichen Berufsschule 2 in Passau und aus dem Berufsschulzentrum Alfons Goppel in Schweinfurt.

Erfahrungen der Flucht


Erstmals standen in diesem Jahr nicht nur Mittelschulen im Fokus, sondern auch Flüchtlingsklassen an Beruflichen Schulen. Viele Teilnehmer haben in ihren Geschichten ihre Fluchterfahrungen, ihre Erinnerungen an Heimat und Familie und auch ihr neues Leben thematisiert.

Stimmen zum Projekt"So stelle ich mir Berufsorientierung im 21. Jahrhundert vor. Es ist beeindruckend, wie die Schüler die Auseinandersetzung mit ihren eigenen Biografien in multimediale Beiträge umgesetzt haben. Das Projekt verbindet auf eine innovative Weise Berufsorientierung mit Medienbildung und kreativem Arbeiten."

Staatssekretär Bernd Sibler

"Eine besondere Erfahrung war diesmal die Arbeit mit den Flüchtlingsklassen. Viele Schüler haben ein bewegendes Schicksal. Mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben, aber auch mit welchem Mut sie ihre Zukunft angehen und gestalten wollen, hat mich sehr beeindruckt."

Isabella Schmid, Leiterin des Referats Bildungsprojekte des Bayerischen Rundfunks und Vorstandsmitglied der Stiftung Zuhören.
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