Amberger Feuerwehr schiebt an Silvester Sonderschicht
Gerüstet für eine heiße Nacht

So schön ein Feuerwerk auch ist, es kann auch gefährlich werden. Zum Beispiel dann, wenn illegale Böller gekauft und Pyrotechnik gezielt auf Menschen geschossen werden. Die Feuerwehr ist wie jedes Jahr in Alarmbereitschaft. Bild: Huber

Für die meisten Amberger verheißt die Silvesternacht sorgenfreie und vergnügliche Stunden. Während sie es krachen lassen, sitzen 20 Feuerwehrleute in der Hauptwache am Schießstätteweg und hoffen, dass es bei den Partys in der Stadt nicht zu heiß hergeht und sie nicht ausrücken müssen. Ein Interview mit Stadtbrandrat Bernhard Strobl und Stadtbrandinspektor Philipp Seegerer über Schrecken und Magie des Jahreswechsels.

Die Silvesternacht steht bevor. Haben Sie den Sekt in der Hauptwache schon kalt gestellt?

Strobl: Ein paar Sektflaschen stehen schon bereit. Das Ganze fällt aber wie jedes Jahr recht moderat aus, weil wir wissen, dass uns eine heiße Nacht bevorsteht.

Wie viele Einsätze hatten Sie in dieser Nacht in den vergangenen Jahren? Weswegen mussten Sie ausrücken?

Seegerer: In den letzten Jahren waren in der Silvesternacht im Schnitt vier bis fünf Einsätze zu bewältigen. Meist sind es durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzte Müllbehälter. Aber es waren auch immer wieder größere Einsätze dabei, wie der Brand eines Gartenhauses oder eines Balkons.

Gibt es eine Sonderschicht zu Silvester? Wie viele Kräften stehen in dieser Nacht bereit?

Strobl: Klar, an solchen Tagen sind wir in erhöhter Alarmbereitschaft. Heuer werden rund 20 Kameraden das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und feiern ein alkoholarmes Silvester auf der Feuerwache. Dies ist dann gleichzeitig die Einsatzmannschaft, die als erstes ausrückt.

Wie gehen die Amberger Ihrer Ansicht nach mit Böllern und Raketen um? Gibt es Entwicklungen, die Sie gar nicht gerne sehen?

Seegerer: Bisher verlief alles in relativ geordneten Bahnen. Offensichtlich hat sich im letzten Jahr die Lage am Marktplatz auch gebessert, hier hatte man einige Jahre den Eindruck, dass man sich zum Jahreswechsel im Kriegsgebiet befindet, als die Menschen die Böller und Raketen gezielt aufeinander schossen.

Auf was ist beim Feuerwerk generell zu achten?

Strobl: Wichtig ist es, nur zugelassene und geprüfte Feuerwerkskörper zu verwenden und die üblichen Sicherheitshinweise zu beachten.

Böllern Sie in der Silvesternacht selber gerne?

Seegerer: Da sind wir beide uns einig, wir böllern überhaupt nicht. Für das Geld gehen wir lieber gut essen, statt es in die Luft zu jagen.

Auf was freuen Sie sich im neuen Jahr und was wünschen Sie sich?

Strobl: Die Feuerwehr hat zum 150-jährigen Bestehen ein tolles Jubiläumsjahr mit über einem Dutzend gelungener Veranstaltungen hinter sich. Dies hat uns alle zeitlich sehr gefordert. Jetzt freuen wir uns darauf, dass wieder Normalität einkehrt. Unser Wunsch ist es natürlich, dass die gesamte Truppe von allen Einsätzen, die auch im Jahr 2016 wieder auf uns zukommen werden, gesund und unfallfrei zur Wache zurückkommt.
Da sind wir beide uns einig, wir böllern überhaupt nicht. Für das Geld gehen wir lieber gut essen, statt es in die Luft zu jagen.Stadtbrandinspektor Philipp Seegerer
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