Amberger Möbelfirma Supersack.de stattet VIP-Bereich beim Finale in Cardiff aus
Oberpfälzer Champions-League

Die drei Inhaber der Firma Supersack in Amberg haben gut lachen: Ihre Holzmöbel werden am 3. Juni beim Champions-League-Finale in Cardiff im Hospitality-Bereich stehen. Bild: Hartl

Was will man als Fußballfan mehr? Die drei Inhaber der Firma Supersack.de in Amberg dürfen am 3. Juni mit ihren Holzmöbeln den Hospitality-Bereich des Champions-League-Finales in Cardiff ausstatten.

Auf dem Platz stehen sich ab 20.45 Uhr Juventus Turin und Real Madrid gegenüber. Trotz des Viertelfinalaus des FC Bayern München gibt es aber dank den Ambergern doch eine bayerische Beteiligung am Endspiel - wenn auch nur an dem Ort, an dem nur die ganz wichtigen Zuschauer hin dürfen. "Wenn man Fußball mag, gibt es wohl wenig besseres", sagt Mitinhaber Christian Winkler.

Er, Marcel Hummel sowie Fabian Löser (alle 28) betreiben seit 2014 eine Firma, die Holzmöbel in der Optik von Palettenmöbel produziert und vermietet. "Die Möbel haben Schreiner-Qualität", sagt Winkler. Der Clou: Die Möbel sind massiv gebaut und unbehandelt. Da die drei Unternehmer das Mobiliar vermieten und stets nach dem Gebrauch abschleifen, sehen sie immer wieder wie frisch vom Band aus.

Durch ihre pfiffige Idee sind mittlerweile große Agenturen auf die Amberger aufmerksam geworden. Nicht nur große Industriebetriebe leihen sich zu Veranstaltungen das Supersack-Mobiliar. Die Oberpfälzer statten heuer auch das Fan-Village der fünf DTM-Rennen aus. Vor einiger Zeit nahm dann eine Eventagentur, die mit der Uefa zusammenarbeitet, Kontakt zu den drei Ambergern auf. Es kam zum großen Coup: Zwei Lastwagen bringen demnächst 150 Loungemöbeln, 40 Biertischgarnituren und 15 Stehtische mit Hockern nach Wales. "Die Entwicklung unserer Firma ist wirklich rasant gewesen", blickt Winkler zurück. Nun platzt die Firma bereits aus allen Nähten und sucht sich nach neuen Lagermöglichkeiten um.

Winklers Kollegen, Hummel sowie Löser, sind Fans des FC Bayern München. Er selbst unterstützt den 1. FC Nürnberg. Natürlich weiß er, dass der Club kaum Chancen haben wird, in den kommenden Jahren bei einem solchen Endspiel dabei sein zu können. Ist es für Hummel und Löser schade, dass der FC Bayern nicht das Finale in Cardiff spielen darf? "Es ist halb so wild, dass München rausgeflogen ist", sagt Löser mit einem Lächeln. "Dafür sind ja wir dabei."

Einig sind sich die drei dafür, wer gewinnen soll: "Ganz klar, Juve", sagt Winkler. Die Italiener seien sympathischer. Der Höhepunkt wäre, wenn sich Juve-Ikone und Torwart Gianluigi Buffon ausgerechnet auf die Amberger Möbel setzen würde, erklären sie schmunzelnd. "Dann muss er auch auf einem Tisch unterschreiben.". Erst vor Ort wird sich im Übrigen entscheiden, ob die drei auch tatsächlich das Spiel auf der Tribüne sehen können. So oder so - für die drei Amberger ist jetzt schon ein (finaler) Traum in Erfüllung gegangen.
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