Amberger Nischen
Der gemalte Florian

Bei den Häusern zu Füßen des gemalten Heiligen handelt es sich um die Anwesen auf dem Eichenforstplatz. Bild: Moser
Amberg. "Heiliger St. Florian, behüt" mein Haus zünd' andere an." Im Volksglauben war ein Florian am Haus praktisch der Vorläufer des Blitzableiters. Dennoch war seine Figur nicht so verbreitet in Amberger Hausnischen wie Madonnen oder der Pestheilige Sebastian. Nur mehr fünf Nischen in der historischen Altstadt zeigen den Beschützer vor Feuersbrunst und nur eine wählt das Mittel der Malerei für seine Darstellung.

Mit flottem Pinsel, volkstümlich, in hochbarocker Malweise füllt der Heilige an einem Haus in der Marstallgasse (Eichenforstplatz) die Rundbogennische. Wir können die römische Soldatenuniform erkennen, in der er meist dargestellt wird und auch seinen Wassereimer, den er über die brennenden Gebäude zu seinen Füßen kippt.

Und hier gilt es genau hinzusehen: es sind tatsächlich die umstehenden Häuser, rechts die Alte Veste mit ihrem gewaltigen Dach und links das Klösterl mit dem gotischen Treppengiebel. Mit dieser genauen Anleitung für den Heiligen, welche Häuser er zu schützen hat, kann wirklich nichts mehr schiefgehen.
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