Amberger Nischen
Marien-Grüße aus Altötting

Die Marienfigur am Haus in der Herrnstraße 15.
Marienfiguren bilden die größte Gruppe der Hausnischenfiguren in der Amberger Altstadt. Fast die Hälfte der bestückten Nischen ziert eine Madonna. Aber wie verschieden wird die Gottesmutter dargestellt!

Vielfach wurden die zentralen Figuren der Marienwallfahrtsorte kopiert, so ist die Altöttinger Madonna genauso wie die Lourdesmadonna zu finden, und natürlich schmückt das Mariahilf-Bildnis aus der Bergkirche etliche Amberger Fassaden. Die prächtigsten Marienfiguren aber verkörpern den Typus der Maria Immaculata.

Ganz schlicht und zurückhaltend wirken die Marien in der Schiffgasse 9 und in der Herrnstraße 15. Die Muttergottes von Altötting kennen wir meistens mit dem reichbestickten Mantel, der die Schnitzfigur großzügig umhüllt, und einer schweren Krone auf dem Haupt. Das Christuskind auf ihrem Arm trägt seit der Barockzeit ebenfalls diese kostbaren Kleider. Als Nischenfigur aber erscheint die Altöttinger Madonna in Amberg so, wie sie anfangs verehrt wurde, nämlich als gotische Holzfigur ohne jeden Zierrat. Unverstellt von goldenen Borten und Stickereien erkennen wir den innigen Blick Mariens auf das kleine, brav auf dem Arm thronende Jesuskind.
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