Amberger Schanzen-König feiert 95. Geburtstag
Einst sprang er 29 Meter weit

Bürgermeister Martin Preuß gratulierte Hans Wunsch (links) zum 95. Geburtstag. Bild: wpt

Auch mit 95 Jahren ist Hans Wunsch humorvoll wie eh und je. Wird er beim Einkaufen gefragt, ob er noch einen Wunsch hat, dann antwortet er: "Nein, aber ich bin ja selber einer." Gleich mehrere (gute) Wünsche bekam der Amberger jetzt zu seinem 95. Geburtstag.

In Tiefenbach hatte er 1921 das Licht der Welt erblickt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er nach viereinhalb Jahren Kriegsgefangenschaft in Sibirien nach Amberg zu Verwandten. "Wenn ich Sie heute hier so sehe, vermute ich, dass Sie auf ein erfülltes Leben zurückblicken können", meinte Bürgermeister Martin Preuß bei seinem Gratulationsbesuch. "Ich hab' viel erlebt. Als ich herkam, war es schwer, eine Arbeit zu finden. Ich war zuerst als Dreher, dann als Helfer im Signaldienst tätig", bestätigte Wunsch. Mit 40 Jahren habe er dafür eine Schule in Wuppertal besucht, ging schließlich 1979 in Pension.

Seine spätere Frau Franziska lernte er 1953 in Amberg kennen - die Hochzeitsglocken läuteten drei Jahre danach. In seiner Wohnung An den Gleisen lebt Hans Wunsch nunmehr seit 51 Jahren. Neben dem Wandern war das Skispringen seine große Leidenschaft. Damit hatte sich der Jubilar in Amberg und Umgebung einen Namen gemacht. Der Wanderpokal für die mehrfach errungene Stadtmeisterschaft zeugt davon. "Den hat man bekommen, wenn man mindestens dreimal in Folge gewonnen hat oder fünfmal mit Unterbrechungen", erläuterte der 95-Jährige.

Auch Preuß war beeindruckt: "Ich freue mich, Sie so fit anzutreffen. Sie waren ja wirklich ein großer Ausnahmesportler in Amberg. 29 Meter auf der Freudenberger Schanze - und das mit einer anderen Ausrüstung als heute", würdigte er diese Leistung.
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