Ambergs GMG, vier weitere europäische und eine türkische Schule beim EU-Projekt
Schüler bauen vereintes Europa

Bürgermeister Martin Preuß (ganz links) hieß die Projektgruppe des Erasmus-Plus-Projekts zusammen mit dem Leiter des Gregor-Mendel-Gymnasiums Peter Welnhofer (rechts neben ihm) offiziell in Ambergs guter Stube willkommen, um anschließend aber das Gruppenbild mit 90 Leuten vom Rathausbalkon zu machen. Bild: usc

Fünf europäische und eine türkische Schule beteiligen sich am EU-geförderten Projekt Future Ambition Challenges For Europe (FACE). Deutschland wird durch 38 Schüler der siebten Klassen des Gregor-Mendel-Gymnasiums vertreten.

Über eine Woche war das GMG Gastgeber für Teilnehmer aus Norwegen, Schweden, Frankreich, Spanien und der Türkei. Laut Schulleiter Peter Welnhofer hat das vom EU-Programm Erasmus Plus getragene Projekt, das auf drei Jahre angelegt ist, drei Schwerpunkte. Zuerst stand das Thema Umwelt im Mittelpunkt, dann gesundes Leben und heuer geht es um Herausforderungen für den europäischen Gedanken.

Sechs Nationen im Boot


Bürgermeister Martin Preuß hieß die 90-köpfige internationale Gruppe in Ambergs guter Stube willkommen. Erstmals waren nach seinen Worten so viele junge Leute aus verschiedenen Ländern im kleinen Rathaussaal versammelt. Preuß unterstrich die gastfreundliche Ausrichtung der Stadt mit dem Hinweis auf viele Partnerschaften, auch der Schulen mit ihren ausländischen Verbindungen.

Es sei wichtig, dass sich junge Menschen begegnen, austauschen und Freundschaften schließen. Angesichts der Freizügigkeit in Europa erinnerte Preuß an Zeiten vor 26 Jahren, als der Eiserne Vorhang mit Minen und Zäunen, nicht weit entfernt von Amberg, die Durchgängigkeit der Grenzen verhinderte. Für die jungen Schüler sei das nicht mehr gegenwärtig. "Es ist ein großes Glück, dass wir in Europa hinfahren können, wohin wir wollen, ohne jegliche Barrieren", hob der Bürgermeister hervor. Umso wichtiger sei es, dass sich junge Leute bei FACE Gedanken über die Zukunft Europas machten, das momentan mit der Flüchtlingswelle eine große Aufgabe zu bewältigen habe.

1000 Flüchtlinge in Amberg


beherbergt nach seiner Auskunft derzeit rund 600 Asylbewerber und es würden wohl über 1000 werden. "Wir üben uns in Solidarität", so Preuß, der die Schüler bat, weiter an einem vereinten Europa zu arbeiten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.