Andocken in luftiger Höhe
Heli-Plattform für St. Marien

3,7 Millionen Euro kostet die Hubschrauber-Landeplattform des Klinikums St. Marien in Amberg. Krankenhaus-Chef Manfred Wendl (Dritter von links) und Oberbürgermeister Michael Cerny (Vierter von links) nahmen das Bauwerk am Donnerstagnachmittag offiziell in Betrieb. Bild: wsb

Der Wind wehte den Gästen hoch oben über den Dächern des Klinikums ordentlich um die Ohren: In Amberg ging am Donnerstag die Hubschrauber-Landefläche des Krankenhauses offiziell in Betrieb. Das Bauwerk bringt im Notfall einen erheblichen Zeitgewinn.

Bisher mussten die Rettungshubschrauber die Patienten zum Klinikum St. Marien transportierten, einen Behelfslandeplatz an der alten Bahn-Drehscheibe anfliegen. Dort wartete ein Rettungswagen, der dann erst die Notaufnahme ansteuerte. Ein Prozedere, das bis zu zehn Minuten dauern konnte. Ab Mitte nächster Woche gelangen Schwerstverletzte binnen 90 Sekunden per Express-Aufzug vom Helikopter in den Operationssaal. "Das ist ein unglaublicher Gewinn für unsere Patienten", sagte Klinikumsvorstand Manfred Wendl am Donnerstag bei der offiziellen Inbetriebnahme. Die 28 mal 28 Meter große Aluminium-Plattform wird zwischen den Dächern zweier Gebäudeschenkel von einem Tragwerk aus Dutzenden Stahlpfeilern gestützt. Eine Spezialfirma aus den Niederlanden, die eigentlich Offshore-Anlagen auf dem Meer montiert, hat das Bauwerk errichtet. Die Kosten liegen bei rund 3,7 Millionen Euro. 3,45 Millionen Euro gewährt der Freistaat Bayern als Zuschuss.
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