André Schumacher zeigt die unbekannte Seite der Kanaren
Zu Fuß im Ohrensessel

Ein wirklich unvergesslicher Urlaub passt in einen Rucksack. Zumindest wenn man so reist, wie Andre Schumacher es tut. Der hat wenig eingepackt und dafür jetzt umso mehr auszupacken, wenn er in der ihm eigenen Art am Dienstag, 8. März, von seiner Kanaren-Wanderung erzählt. Bild: hfz

Fast könnte man meinen, man sei bei ihm im Wohnzimmer: André Schumacher lehnt sich entspannt in seinen Ohrensessel zurück. Dann erzählt er von seinen Reisen. Bei Kerzenschein und Rotwein - humorvoll, aber auch sehr lyrisch.

Damit ist André Schumacher zweifellos einer der ungewöhnlichsten Vertreter im großen Kreis der Vortragsreisenden. Oder der Reisevortragenden? Egal. Freunde des Genres halten ihn für den derzeit Besten seiner Zunft. Wer sich selbst ein Urteil bilden will, vor allem aber, wer die kanarischen Inseln von einer unbekannten Seite kennenlernen will, sollte am Dienstag, 8. März, im Musikomm vorbeischauen.

Das Amberger Kulturwerk (AKW) und die beiden Weltenbummler Sabine Hoppe und Thomas Rahn (abseitsreisen) haben Schumann dorthin eingeladen. Sein Vortrag beginnt um 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), der Eintritt kostet im Vorverkauf 12 Euro (ermäßigt 10 Euro) und an der Abendkasse 14 (12 Euro). Karten gibt es beim Ticket-Service der AZ in der Mühlgasse, im Café Baroco am Viehmarkt und im Web: www.nt-ticket.de.

So vertraut und ganz neu


Die Kanaren gehören hierzulande zu den beliebtesten Reisezielen. Aber wer kennt sie schon so: "Zu Fuß - sieben auf einen Streich". Schumacher hat sie genau so erkundet. Und dabei seine vertraute Wahl-Heimat aus völlig unbekannten Blickwinkeln ganz neu kennen und lieben gelernt. Der gelernte Architekt hat nach seinem Studium auf den Kanaren gelebt, in der Hauptstadt Santa Cruz, bevor er begann, die Welt zu erkunden. Zunächst aus einer spontanen Idee heraus, mit einem alten Schulfreund, später auch alleine, zu Fuß, mit dem Fahrrad - oder mit allen anderen möglichen Fortbewegungsmitteln vom Jeep bis zum Elefanten.

Inzwischen tut er das hauptberuflich: reisen und darüber berichten. Dabei geht es ihm nicht um die klassischen Urlaubstipps. Schumachers Leidenschaft sind die kleinen, überraschenden, einzigartigen und oft auch kuriosen Geschichten, die man nur erlebt, wenn man sich abseits ausgetretener Pfade bewegt. Um solche Schätze, die man in keinem Reiseführer findet, zu heben, sei Wandern genau das richtige, meint er: Auf den Kanaren war er ganz bewusst "möglichst langsam" unterwegs - um die Inseln jenseits der Reiseprospekte kennenzulernen. Und jenseits der allgegenwärtigen Korruption sowie den daraus hervorgegangenen zahllosen, illegalen Hotelanlagen. Die verdecken die wahre Schönheit der Inseln.

Sterne und Gurkenbier


Schumacher hat sie gesehen. Zum Beispiel, als er auf La Palma an Europas größtem Observatorium anklopfte, weil ihm das Trinkwasser ausgegangen war. Die spontane Einladung der Sternwarten-Mitarbeiter, ein paar Tage zu bleiben, öffnete ihm den Himmel. Für ihn eines seiner schönsten Kanaren-Erlebnisse. Eines der kuriosesten war seine Bekanntschaft mit dem Gurkenbier. Aber diese Geschichte ist für seine Zuhörer im Musikomm reserviert.
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