Ausbildungsmesse
Goldener Boden für die Zukunft

Brezen rollen, Haare locken, Waffeln essen, Holzturm stapeln - bei der Ausbildungsmesse der Kreishandwerkerschaft gab es nicht nur viel zu sehen, sondern die Schüler durften auch fleißig selbst mit Hand anlegen. Aber sind die Brezen gleich beim ersten Versuch gelungen oder macht doch erst die Übung den Meister?

Über 360 Schüler und viele Eltern begrüßte die Rektorin der Luitpoldschule, Maria Schuller, zur siebten Ausbildungsmesse der Kreishandwerkerschaft am vergangenen Samstag. Organisator und Schule-Wirtschaft-Experte Udo Leitz dankte den Schülern für ihr reges Interesse: "Nicht umsonst sagt man: Das Handwerk hat einen goldenen Boden. Derzeit stellt es etwa 60 Prozent aller Ausbildungsplätze und ist somit eine gute Alternative zur Lehre in der Industrie. Also nutzt diesen goldenen Boden." Er betonte, dass auch die Karrierechancen erheblich gestiegen seien. "Das Handwerk braucht Sie und Sie werden in 10, 15 oder 20 Jahren die Stütze der deutschen Wirtschaft sein", gab Kreishandwerksmeister Johann Weber den Schülern mit auf den Weg.

Die 14-jährige Selina erzählte: "Wir finden es super, dass es so eine Messe kostenlos gibt." Ihre Mitschülerin Theresa sagte: "Ich weiß noch nicht, was ich mal werden möchte, und lasse mich deshalb hier inspirieren." Der zwölfjährige Dennis will "irgendwas mit Elektronik" machen und verhandelt an einem Stand schon gleich über einen Praktikumsplatz. Er findet es toll, dass er den Vertretern hier "Löcher in den Bauch fragen kann".

Der Besuch der Ausbildungsmesse war für alle Achtklässler der Stadt und des Landkreises verpflichtend, aber auch viele Schüler der siebten und neunten Jahrgangsstufe waren gekommen. "Es ist zwar vorgeschrieben für uns, aber wir wären auch freiwillig hingegangen", erklärte die 15-jährige Annelie. "Es gibt über 360 Ausbildungsberufe, die Vielfalt ist riesig, deswegen brauchen die Schüler Orientierung", betonte Leitz. Außerdem sei die Messe wichtig für die Jugendlichen, um gewisse Kompetenzen zu erlangen. Und auch für das Handwerk sei sie eine gute Möglichkeit, sich zu präsentieren.

MesseständeInsgesamt 17 Ausbildungsbereiche waren mit professionellen Ständen vertreten. Zimmerer, Metallbauer, Metzger, Bäcker, Maler/Lackierer, Elektroniker, Schreiner, Friseur, Bau, Raumausstatter, Koch, Kraftfahrzeugbranche, Zahnarzt, Heizung/Sanitär/Klima/Spengler, Bankwesen, Hauswirtschaft/Pflege, Landwirtschaft und die Berufsfachschule für Soziales boten den Schülern ein abwechslungsreiches Programm.
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