Ausstellung „ZERO!“ des FASD Netzwerkes Nordbayern e.V. am Beruflichen Schulzentrum Amberg
Ein kleiner Schluck macht doch nichts – oder?!

Die Eltern von morgen konnten sich im Beruflichen Schulzentrum Amberg über die Folgen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft informieren. Bild: hfz

Ein kleiner Schluck macht doch nichts, oder? Falsch. Jedes Jahr kommen allein in Deutschland rund 10 000 Kinder mit Schädigungen zur Welt, die auf den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft zurückzuführen sind.

Diese Kinder leiden unter FASD. Das steht für Fetal Alcohol Spectrum Disorders. Auf Deutsch: Fetales Alkoholsyndrom. Obwohl es mittlerweile als erwiesen gilt, dass selbst kleine Mengen an Alkohol zu unterschiedlichsten Beeinträchtigungen des ungeborenen Kindes führen können, trinken noch immer viele Frauen während ihrer Schwangerschaft Alkohol. Das oft aus Unwissenheit.

Um dieser Unwissenheit mit gut recherchiertem und anschaulich dargestelltem Wissen zu begegnen, holte die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen des Gesundheitsamtes die Ausstellung "ZERO!" zum Thema Alkohol oder vielmehr kein Alkohol in der Schwangerschaft nach Amberg ans Berufliche Schulzentrum.

Ziel war es, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen über die Schwangerschaft und den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol während dieser Zeit aufzuklären. 260 Schüler hatten die Möglichkeit, unter Anleitung der Sozialpädagoginnen der Beratungsstelle und der Jugendsozialarbeiterin der Schule die Ausstellung zu besichtigen und sich umfassend zu informieren.

Die verschiedenen Stationen ermöglichten es, sich interaktiv, durch Sehen, Hören und Fühlen, mit der Thematik auseinanderzusetzen. Nachdrücklich wurde aufgezeigt, welche Schwierigkeiten bei der Alltagsbewältigung und welche lebenslangen Konsequenzen es für die Kinder haben kann, wenn sie mit FASD leben müssen. Für einen Großteil dieser Menschen ist es schwierig bis unmöglich, jemals ein eigenständiges Leben zu führen. Vielmehr sind sie für immer auf Unterstützung und Hilfe von außen angewiesen.

Die gute Nachricht jedoch ist: Wird während der Schwangerschaft auf Alkohol verzichtet, ist FASD zu 100 Prozent vermeidbar.
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