Baum der Wünsche
1200 bunte Kugeln am Christbaum - Entwürfe stammen von krebskranken Kindern

Bilder: Uli Piehler
Immer mehr Gäste aus der Oberpfalz stoßen zur Papstbaum-Reisegruppe in Rom: Die Chiesa Il Gesu - die Mutterkirche des Jesuitenordens - im Herzen der Stadt war bei einem gemeinsamen Gottesdienst am Mittwochabend voll von Gläubigen aus der Region. Der Schnaittenbacher Pfarrer Josef Irlbacher zelebrierte eine Messe, assistiert von Pfarrer Hans-Peter Bergmann (Hirschau) und dem neuen Diakon Daniel Fenk (Hahnbach). Dabei klangen auch kritische Worte über "manche Schattenseiten der katholischen Kirche vor der Reformation" an. Irlbacher sagte, er wünsche sich, dass der Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz als Symbol des Friedens und des Miteinanders wahrgenommen werde. Den ersten Beleg hätten die Bürger der drei Nachbarkommunen bereits geliefert, indem sie dieses Projekt "mit so viel Leidenschaft gemeindeübergreifend gestemmt haben".

Die oberpfälzer Fichte auf dem Petersplatz ist mit rund 1200 bunten Kugeln geschmückt. 450 davon haben Künstler nach den Motiven gestaltet, die krebskranke Kinder in sieben italienischen Kliniken entworfen haben. Dunkelblau sind alle Kugeln, die von den kleinen Patienten in Padua stammen. Rot steht zum Beispiel für die Beiträge aus der Poliklinik Catania, orange für Rom, gelb für Bozen und hellblau für Bergamo.

Jedes Kunstwerk ist mit einer persönlichen Sehnsucht der Buben und Mädchen verbunden, so dass die italienischen Medien mittlerweile überschwänglich von einem "Baum der Wünsche" berichten. Die Original-Entwürfe der Kinder können nach der Beleuchtungsfeier gegen eine Spende erworben werden. Das Geld fließt an die Stiftung der in Bozen ansässigen Stiftung der Gräfin Thun, die Therapien für die erkrankten Buben und Mädchen finanziert. Ein solches Benefiz-Projekt zur Illumination des Papst-Christbaumes hat es bisher nicht gegeben.
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