Baustelle am "Amberger Schmetterling"
Freie Fahrt an Weihnachten

Wegen der Brückenbaustelle läuft der Verkehr am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 85 und 299 über den kreisverkehr-ähnlichen "Amberger Schmetterling". Bis Weihnachten soll die Brücke fertig sein. Bild: Georgi

Die einen warten auf das Christkind, die anderen auf die neue Brücke. Bis Weihnachten soll Ambergs größte Straßenbaustelle an der Kreuzung der Bundesstraßen 85 und 299 abgeschlossen sein - wenn nicht noch was dazwischen kommt.

Unwägbarkeiten gibt es einige, erklärt Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Die größte ist das Wetter. Andauernder Regen oder eine längere Frostperiode könnten die geplante Freigabe noch verzögern. "Soweit uns ungünstige Witterungsverhältnisse keinen Strich durch die Rechnung machen, gehen wir weiterhin davon aus, dass die Verkehrsteilnehmer den Knotenpunkt zu Weihnachten wieder in gewohnter Weise benutzen können", sagt Noll.

Brückenbauer in Verzug


Der Chef der Baustelle nennt den Zeitplan ambitioniert. Derzeit sind die Arbeiter dabei, das Gelände an das betonierte Brückenbauwerk anzupassen. Parallel wird an dem Baukörper nachgebessert. Die sogenannten Brückenkappen, die Ausleger links und rechts der Fahrbahn, entsprechen laut Noll nicht den vereinbarten Qualitätsstandards. Die Brückenbaufirma liege deswegen etwas hinter ihrem Zeitplan zurück, versuche den Verzug aber dadurch auszugleichen, dass beispielsweise zwei Geländerbaufirmen parallel zueinander die noch fehlenden Brückengeländer aufstellen.

In den nächsten Tagen richtet sich der Fokus auf die neue Fahrbahnoberfläche. Für die Asphaltierung muss der Untergrund vorbereitet werden. Die Umleitungsroute - der "Amberger Schmetterling" - kann deswegen ab Donnerstag, 24. November, für etwa zwei Wochen nur einstreifig befahren werden. Wer den "Schmetterling" in den vergangenen eineinhalb Jahren als geschmeidig laufenden Kreisverkehr schätzen gelernt hat, sollte jetzt dringend aufpassen. Ab Donnerstag gibt es keine Verflechtungsspuren mehr. Stattdessen steht an allen Einfahrten zum "Schmetterling" ein Stopp-Schild.

Warten bei der Einfahrt


"Die einbahnige Ringführung funktioniert dann tatsächlich nach dem Prinzip eines einstreifigen Kreisverkehrs, bei der einfahrende Fahrzeuge wartepflichtig sind", erklärt der Bauoberrat. Die Arbeiten zur Umstellung hat das Bauamt in die verkehrsarme Zeit nach 20 Uhr gelegt. In der Nacht auf Donnerstag werden riesige Leuchtballons die Baustelle erhellen. Erst wenn die neue Verkehrsführung eingerichtet ist, kann die Asphaltierung beginnen. Laut Noll sind die ersten Kipper mit der heißen, schwarzen Masse für Montag, 28. November, bestellt.
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