Beamte schlagen eine Seitenscheibe ein
Polizei rettet Hund aus überhitztem Auto

Symbolbild: dpa

Trotz der sommerlichen Temperaturen hat ein Mann aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld am Mittwochnachmittag seinen Hund längere Zeit in seinem Transporter zurückgelassen. Eine Streifenbesatzung rettete das "sichtlich mitgenommene" Tier, wie es im Pressebericht der Polizeiinspektion heißt. Die Uniformierten mussten dazu eine Seitenscheibe einschlagen.

Eine Passantin war gegen 15.30 Uhr auf den am Schießstätteweg abgestellten Mercedes-Sprinter aufmerksam geworden. Hilfesuchend wandte sie sich nach etwa 15 Minuten Wartezeit an die Integrierte Leitstelle (ILS).

Hund ging es schlecht


Als die Streifenbeamten wenig später eintrafen, sahen sie, dass die Fenster vollständig geschlossen waren und der Vierbeiner, ein mittelgroßer, langhaariger, brauner Mischling, "stark hechelnd" auf dem Beifahrersitz saß. "Eine Möglichkeit zur Flüssigkeitsaufnahme bestand offensichtlich nicht", teilte Polizeisprecher Dieter Muschler und fügte hinzu: "Die Sonneneinstrahlung auf den dunkel lackierten Wagen war zwar durch Wolken immer wieder unterbrochen, dennoch schien im Fahrzeuginnern ein entsprechender Hitzestau entstanden zu sein."

Halter wird angezeigt


Nachdem der Fahrer des Transporters weder über die in Erfahrung gebrachten Telefonnummern noch bei Nachfragen in einem angrenzenden Hotel und an den umliegenden Baustellen ausfindig gemacht werden konnte, sahen sich die Polizisten zum Handeln gezwungen: Sie holten den Hund aus dem heißen Auto. Mitglieder des hinzugezogenen Tierschutzvereins kümmerten sich vor Ort um den Mischling, bis dessen Halter gegen 17.30 Uhr zurückkam.

Den Mann erwartet nun eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz. "Für den Schaden an der eingeschlagenen Scheibe wird er selbst aufkommen müssen", hielt Muschler fest.
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