Berthold Göttgens, langjährige Rektor der Barbaraschule, geht in den Ruhestand
Pädagoge mit Herz für die Schwächeren

Als Vertreter des Sachaufwandsträgers verband Oberbürgermeister Michael Cerny (links) seinen Dank an den scheidenden Rektor Berthold Göttgens für die langjährige Zusammenarbeit mit den besten Wünschen für den Ruhestand. Bild: usc

Nach einem erfüllten Leben als Lehrer geht der langjährige Rektor der Barbaraschule, Berthold Göttgens, in den Ruhestand. Fast 17 Jahre leitete er die Geschicke dort. Wegbegleiter, Kooperationspartner und Vertreter der Stadt kamen gestern zu seiner Verabschiedung in gemütlicher Runde zusammen. Die Wiege des verdienten Pädagogen stand in Berlin. Dort besuchte er noch die Grundschule, um dann ins oberösterreichische Schärding umzuziehen. Am dortigen Gymnasium erwarb er die Matura, die dem Abitur gleichzusetzende Hochschulreife.

Viele Übersiedler


Sein Lehramtsstudium absolvierte Göttgens in Regensburg. Erster Dienstort in der Oberpfalz, in der er sein ganzes Berufsleben bleiben sollte, war Edelsfeld. Es folgten die Stationen Aschach, Wutschdorf und Ensdorf, wo er 1989 zum Konrektor berufen wurde. Leiter der Barbaraschule in Amberg wurde er zum 1. April 1999. Eine besondere pädagogische Herausforderung war der Zuzug vieler Übersiedler, deren Kinder an die Barbaraschule kamen, und aktuell auch von Flüchtlingskindern aus Syrien und der Ukraine.

Gebundene Ganztagsschule


Unter seiner Verantwortung wurde die vor 50 Jahre gegründete Barbaraschule als eine der ersten in Bayern zu einer gebundenen Ganztagsschule. Fünf Jahre lang beherbergte die Einrichtung eine von Regensburg ausgelagerte Klasse für körperbehinderte Kinder. Die Stadt Amberg als Sachaufwandsträger startete in der Amtszeit von Göttgens die Generalsanierung des vierklassigen Ganztagsbereichs, baute eine Mensa an und machte den ganzen Schulkomplex energetisch fit. Was die Pläne für seinen Ruhestand anbelangt, so wird sich Göttgens, ein Laienmitglied der Salesianer Don Boscos, weiter für benachteiligte Kinder, speziell auch in der Flüchtlingshilfe, engagieren.

Beste WünscheDen Dank der Stadt mit den besten Wünschen für den Ruhestand überbrachte Oberbürgermeister Michael Cerny. Für den SV Raigering kam 2. Vorsitzender Manfred Koller. Sein Verein ist im sportlichen Bereich Kooperationspartner der Schule. Bernhard Albrecht, Geschäftsführer der Jura-Werkstätten, die das Mittagessen für die Schule liefern, dankte für die enge Zusammenarbeit ebenso wie Marianne Gutwein, die mit Andrea Graf vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) an der Verabschiedung teilnahm. Der SkF kümmert sich an der Barbarschule vier Stunden in der Woche um die außerschulische Hausaufgabenförderung für Kinder mit Migrationshintergrund.

Berthold Göttgens freute sich auch über die Teilnahme von Vertretern des Schulsprengels, der Kindergärten, der Kirchen, von ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten, von Kolping und Caritas sowie der Verkehrserzieher der Polizei. (usc)
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