Berufsalltag auf Probe
Schüler haben auf Station das Sagen

Noch Schülerin, aber fit am Infusionsständer. Im Klinikum gehört das zum Alltag - zumindest auf den Stationen A3 und B9. Bild: Gräß/Klinikum

In Zimmer A 316 muss bei einem Patient Blutdruck gemessen werden, nebenan braucht eine Frau einen neuen Verband, drei Zimmer weiter wartet ein Mann auf seine Infusion. Alltag auf der Station A3 des Klinikums St. Marien - zumindest für das reguläre Pflegepersonal.

Für die jungen Leute der Berufsfachschulen des Klinikums, die derzeit dort arbeiten, ist das zunächst einmal nur Alltag auf Probe. Denn sie alle sind noch in der Ausbildung und nehmen, wie auch die Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, laut einer Pressemitteilung aus St. Marien am Projekt "Schüler leiten eine Station" teil.

Heuer übernehmen 27 Schüler des dritten Ausbildungsjahres die Station A3, die 17 Kinderkrankenpfleger leiten die Kinderstation B9 - und das 13 Tage lang, mit allem, was dazugehört. "Natürlich lassen wir unsere Schüler in diesen 13 Tagen nicht alleine", erklärt Stationsleiterin Margarete Dietl von der A3 und Erika Müller, stellvertretende Chefin auf der B9: "Unser reguläres Team ist immer dabei, hält sich aber möglichst im Hintergrund, damit die Schüler ihre eigenen Erfahrungen machen."

Organisiert wird die Probe-Station von den Berufsfachschulen des Klinikums. "Dieses Projekt dient dazu, dass die Schüler eine konkrete Vorstellung von ihrem künftigen Berufsalltag bekommen, zum anderen ist es aber auch schon eine Vorbereitung aufs Examen", wird Schulleiterin Claudia Staudinger zitiert. Den Abschluss bilde ein Reflexionstag, an dem die Schüler das Ganze anhand von verschiedenen Lernstationen noch einmal aufarbeiten und Feedback von der Station bekommen.

Bereits zum sechsten Mal gibt es die Schülerstation mittlerweile am Klinikum St. Marien.
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