Betend auf den Berg
Wallfahrer eröffnen Saison

Dem Pestgelübde von 1634 folgend, pilgerten auch in diesem Jahr die Amberger Pfarreien auf den Mariahilfberg. Damit eröffneten sie zeitgleich die Wallfahrersaison. Bild: ads

Die Pest wütete in den Jahren 1633 und 1634 so schlimm, dass ihr täglich bis zu 40 Menschen erlagen. Ein Jesuitenpater war es, der damals auf die Idee kam, auf dem Berg ein Marienbild aufzustellen.

Am 3. September 1634 wurde es in feierlicher Prozession hinauf getragen, worauf auf wundersame Weise die Seuche nachließ. Dieses Ereignis bildete den Grundstein für den Bau der Wallfahrtskapelle auf dem Berg - und es ist Anlass für die Votivprozession, die am Sonntag die Amberger Pfarreien auf den Mariahilfberg führte.

Seit 1634 gehen sie mit ihren Fahnen und Abordnungen auf den Berg, um für die Befreiung von der Pest zu danken. Damit ist laut Pfarrer Franz Meiler (St. Martin) die Wallfahrersaison im von Papst Franziskus ausgerufenen Jahr der göttlichen Barmherzigkeit eröffnet. Meiler sagte wörtlich: "Wir sind durch die Pforte der Barmherzigkeit in das Kirchenschiff eingezogen und kommen so dem Aufruf des Papstes und dem Sinn des Jahres der Barmherzigkeit nach, sich Jesus Christus neu zuzuwenden."
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