Bischof Rudolf bei der Firmung in St. Konrad
"Folgt nicht immer der Masse"

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (rechts) spendete 30 jungen Christen aus den Pfarreien St. Martin und St. Konrad das Sakrament der Firmung.

Prächtig geschmückt präsentierte sich die Bruder-Konrad-Kirche am Samstag. Dafür gab es natürlich einen triftigen Grund.

Ammersricht. Der hieß Rudolf Voderholzer. Gemäß seinem Motto "Hinein ins Bistum" kam der Bischof zur Freude von Pfarrer Michael Jakob auch in die Pfarrei St. Konrad. Eingebettet in diesen Rahmen war die Firmung von 30 jungen Christen aus St. Martin und St. Konrad.

"Rot steht für das Feuer, die Farbe Rot ist also passend für das Sakrament der Firmung, damit die Firmbewerber stets die Begeisterung für Jesus bewahren können", sagte der Regensburger Oberhirte zum Auftakt des Pontifikalgottesdienstes, den er in Konzelebration mit Monsignore Franz Meiler und Pfarrvikar Dr. Anthony von St. Martin sowie dem Ortspfarrer Michael Jakob feierte. Musikalisch gestaltet wurde das Ereignis mit der Messe "Missa Serena" von Andreas Feyrer für Jugendchor, Streicher und Schlagzeug. An der Sandtner-Orgel spielte Dekanatskirchenmusiker Bernhard Müllers.

Eingehend auf die Firmbewerber sagte Bischof Rudolf in seiner Ansprache, dass viele wegweisende Entscheidungen in der Kindheit nicht von einem selbst, sondern von anderen, in erster Linie den Eltern getroffen würden. Die Wahl des Namens, des Geburtsortes oder die Muttersprache legten die Eltern fest. Mit dem Empfang der Taufe werde auch der Glaube - der von Vater und Mutter als so wichtig empfunden werde, dass der junge Mensch daran teilhaben soll - in die Wiege gelegt. Gerade in schwierigen Zeiten sei der tiefe Glaube für die Eltern ein wesentlicher Grund, Leben zu schenken, weil damit die Hoffnung auf die Ewigkeit verbunden ist.

"Nun ist die Zeit gekommen, dass jeder selbst entscheiden kann, den Glauben aus eigenen Stücken und frei zu bejahen", wandte sich Bischof Rudolf direkt an die jungen Leute. Mit der Firmung würden wir Christen vom Hl. Geist erfüllt. Daran schloss Voderholzer die Aufforderung: "Steht zu eurem Glauben, zeigt Rückgrat, folgt nicht immer der Masse oder dem Trend, sondern macht die Bedeutung des Glaubens für euch nach außen und gegenüber anderen deutlich!" Der Christ kenne die Inhalte seines Glaubens im Gegensatz zu anderen religiösen oder gesellschaftlichen Strömungen, sagte der Diözesanbischof und bat die Eltern und die Paten, die jungen Menschen weiter im Glauben zu begleiten.

Nach dem Gottesdienst nahm sich der Diözesanbischof ausgiebig Zeit, um mit den Firmlingen und denen, die den Gottesdienst besucht hatten und gerne geblieben waren, ins Gespräch zu kommen.
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