BRK-Bereitschaft kümmert sich nicht nur um Flüchtlinge
Weiter als die Kanzlerin

Bereitschaftsleiter Wolfgang Potsch, Bürgermeister Martin Preuß und Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich (von links) freuten sich mit den Geehrten (weiter von links): Christian Miodecki, Christoph Stich, Ulrike Jakob, Stefan Stauber und Angelika Baumer. Sie sind teilweise schon seit 30 Jahren bei der Bereitschaft. Auch BRK-Kreisvorsitzender Gerd Geismann (rechts) schloss sich den Glückwünschen an. Bild: hfz

"Wir schaffen das", sagt Kanzlerin Angela Merkel, wenn es um die Flüchtlingsproblematik geht. BRK-Bereitschaftsleiter Wolfgang Potsch ist da schon einen Schritt weiter: "Wir haben es geschafft."

Amberg. G 7-Gipfel, Betreuung der Flüchtlinge und Mobilitätshilfe am Bahnhof - "alles neue Aufgaben, die wir im vergangenen Jahr zu meistern hatten", blickte Potsch bei der Jahreshauptversammlung der BRK-Bereitschaft zurück und kam zu dem Ergebnis: "Wir haben es geschafft."

Im Beisein von Ehrengästen und 50 aktiven Helfern sagte Wolfgang Potsch zudem, dass auch in allen anderen Tätigkeitsbereichen eine "deutliche Steigerung der Aufgaben und Aktivitäten zu verzeichnen" gewesen sei. Insgesamt hätten die Amberger Rotkreuzler im Vorjahr 34 227,5 ehrenamtliche Stunden geleistet. Das entspreche einer Steigerung um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Potsch: "Alles ehrenamtlich, alles in der Freizeit."

Aber nicht nur die Dienststunden hätten sich erhöht. Auch die Mitgliederentwicklung sei positiv. Zum dritten Mal in Folge habe es ein Plus gegeben, 13 neue ehrenamtliche Helfer seien im vergangenen Jahr der Bereitschaft beigetreten. Potsch dazu wörtlich: "Die gute Mitgliederentwicklung ist das Fundament unserer erfolgreichen Arbeit. Ohne die vielen engagierten Helfer könnten wir alle unsere Aufgaben im Sanitätsdienst, beim medizinischen Katastrophenschutz der Stadt Amberg, der Blutspende oder der Mitarbeit im Rettungsdienst gar nicht bewältigen."

Zugang zu den Zügen


Zusätzlich zu den klassischen Aufgaben der Rotkreuz-Arbeit habe die Bereitschaft Amberg 1 zum Jahreswechsel 2015 mit der Bereitschaft Amberg 2 den Mobilitätsservice am Bahnhof im Auftrag der Deutschen Bahn übernommen. "334 Mal konnten wir so mobilitätseingeschränkten Personen den Zugang zu Gleis 2 und die Nutzung der Züge durch die Verwendung von Hubliften ermöglichen.

Gerade in Zeiten der Diskussion um die fehlende Barrierefreiheit des Amberger Bahnhofs ist dieser Service extrem wichtig und wird sehr gut angenommen", erklärte Potsch.

Neue Aufgaben erfordern aber auch Investitionen. So kündigte der Bereitschaftsleiter den Kauf eines neuen Einsatzfahrzeuges noch in diesem Jahr an. Die dafür notwendigen 25 000 Euro werden die Ehrenamtlichen selbst aufbringen müssen.

Bürgermeister Martin Preuß lobte in seinem Grußwort die "tolle Arbeit der Helfer" und bezeichnete die Bereitschaft Amberg 1 als zuverlässigen Partner für die Stadt.

Denn egal, ob bei Veranstaltungen im Kongresszentrum und dem Stadttheater oder sonstigen Veranstaltungen, die Rotkreuz-Helfer stünden Gewehr jeweils zuverlässig bei Fuß.

"Aus Liebe zum Menschen"


BRK-Kreisverbandsvorsitzender Gerd Geismann stimmte zu: "Aus Liebe zum Menschen. Das ist nicht nur der Slogan der Kampagne des Deutschen Roten Kreuzes, das wird von der Bereitschaft Amberg 1 täglich gelebt."
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