BRK-Bereitschaften stellen sich vor
In zehn Minuten steht der Behandlungsplatz

Diakon Peter Bublitz segnete das neue Mehrzweckfahrzeug der BRK-Bereitschaft Amberg I. Bilder: Hartl (2)
 
In nur zehn Minuten hatten die Helfer das Zelt aufgebaut und den Behandlungsplatz eingerichtet. Dann durften sich die Besucher ein Bild vom Innenleben des Zeltes machen.

Schattenplätze waren am Sonntag begehrt, auch beim Tag der Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes. Gehörig ins Schwitzen kamen aber die Aktiven, die am Nachmittag bei der Übung einen Behandlungsplatz aufbauten.

Amberg. (san) Bereitschaftsleiter Wolfgang Potsch informierte die Gäste darüber, dass die Schnelleinsatzgruppe Behandlung alarmiert werde, wenn beispielsweise nach einem Unglück mit vielen Verletzten ein Behandlungsplatz benötigt wird und viele Betroffene schnell versorgt werden müssen. Und dann fuhren auch schon der Arzttruppwagen und der Mannschaftstransporter mit Technikanhänger vor. In null Komma nichts errichteten die Aktiven das aufblasbare Zelt. Vorteil dieses Equipments sei, dass der Aufbau schneller gehe als mit einem Stangenzelt. Jedoch müsse eine Stromversorgung mitgeführt werden.

Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Behandlung hat nach Worten des Bereitschaftsleiters eine Ausrückzeit von 20 Minuten nach Alarmierung. Die Helfer würden über Funkmeldeempfänger verständigt. Potsch erwähnte, dass die SEG auch nach dem Zugunglück im November 2015 bei Freihungsand im Einsatz war. Zur Ausstattung gehört auch eine Zeltheizung, die aber am Sonntagnachmittag definitiv nicht benötigt wurde. Den ganzen Tag über konnten sich die Besucher über die Aufgaben und Ausrüstungen der BRK-Bereitschaften informieren. Bereits am Vormittag war eine Fahrzeugweihe angesetzt. Diakon Peter Bublitz segnete das Mehrzweckfahrzeug, das die Bereitschaft Amberg I aus Eigenmitteln angeschafft hat. "Das Auto, ein Honda HRV, brauchen wir, weil sich unsere Aufgaben stark vermehrt haben." Mit dem Wagen fahren die Mitglieder der BRK-Bereitschaft zum Sanitätsdienst, unter anderem bei Veranstaltungen im Ostbayerischen Pferdesport- und Turnierzentrum in Kreuth bei Rieden, aber auch im Amberger Stadttheater. Laut Wolfgang Potsch kostete das neue Mehrzweckfahrzeug 25 000 Euro.

Arbeit und Leistungsspektrum präsentiert"Ich bin sehr zufrieden mit dem Besuch", bilanzierte Bereitschaftsleiter Wolfgang Potsch am Nachmittag.

Ziel des Tags der BRK-Bereitschaften sei gewesen, die Öffentlichkeit über das Leistungsspektrum zu informieren: "Einen Krankenwagen kennt jeder, aber wir können noch viel mehr". Potsch ist hocherfreut, dass das BRK über viele Nachwuchskräfte verfügt. "Und da wollten wir auch deren Eltern und Familien zeigen, was sie bei uns so machen."

Da die Zusammenarbeit der Amberger Bereitschaften I und II sehr gut klappe, habe man sich entschlossen, gemeinsam dieses Fest auszurichten. Besonders freute sich Potsch, dass zur Fahrzeugweihe am Vormittag auch Oberbürgermeister Michael Cerny und Landesbereitschaftsleiter Michael Raut aus München gekommen waren.

Die Besucher konnten die Fahrzeuge inspizieren, sich am Infostand Blutdruck und -zucker messen lassen. Für die Kinder wurde extra eine Bastelecke eingerichtet. Dort konnten sie Papier-Rettungswagen zusammenbauen. Außerdem durften sie in der Hüpfburg toben.

Auch für die Verpflegung der zahlreichen Besucher sorgte das Rote Kreuz selbst. "Die Bereitschaft Amberg II hat seit 7 Uhr gekocht", erklärte Wolfgang Potsch. (san)
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