Brücken-Abriss an der Bundesstraße 85 in Amberg - meistbefahrener Verkehrspunkt
Abschied von der freien Fahrt

Foto aus HUP-Import

Der Schmetterling lernt fliegen: Am Montag beginnen die Vorarbeiten für den Brücken-Abriss an der Bundesstraße 85 beim Edeka-Center. Bis der Verkehr wieder normal läuft, werden eineinhalb Jahre vergehen.

Schmetterling nennen die Straßenbauer den meist frequentierten Verkehrsknotenpunkt Ambergs: Die Kreuzung der Bundesstraßen 85 und 299 im Westen der Stadt. Von heute an darf dieser Schmetterling seine Flügel breit aufschlagen. Über die seitlichen Abbiegenspuren, die - von oben gesehen - die Umrisse eines Falters in die Landschaft zeichnen, läuft in den nächsten eineinhalb Jahren der gesamte Verkehr wie in einem überdimensionalen Kreisel.

34 000 Fahrzeuge pro Tag

Grund für die Umleitung ist der Abriss der 46 Jahre alten Brücke mit der die B 299 die B 85 überquert. Sie ist dem heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Mittlerweile passieren pro Tag rund 34 000 Fahrzeuge den Kreuzungsbereich - viel mehr als beim Bau der Brücke 1969 jemals für möglich gehalten wurden. Die Fahrbahnen sind zu eng, der Beton bröckelt. "Eine Sanierung wäre nicht wirtschaftlich gewesen", erklärt Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt dazu. Also muss ein Neubau her.

Zunächst machen sich die Arbeiter nun daran, die Umleitung einzurichten. Dabei wird es auf beiden Bundesstraßen vorübergehend etwas enger zugehen: An vier Stellen müssen die Mittelstreifen ausgekoffert und asphaltiert werden, damit der Verkehr über sie hinwegrollen kann.

"Dabei steht sowohl auf der B 299, als auch auf der B 85 zeitweise nur eine Fahrspur zur Verfügung", heißt es in einer Pressemitteilung des Bauamts. Bis der Behelfs-Kreisverkehr über die Rampen vollständig eingerichtet ist, werden vier bis fünf Wochen vergehen. Ab Ende September läuft der gesamte Verkehr dann über den Schmetterlings-Kreisel. Erst dann kann die Baufirma mit dem Einreißen der Brücke beginnen.

Abriss und Neubau ziehen sich bis zum Herbst nächsten Jahres hin. Die neue Brücke wird breiter als die alte. Eine zusätzliche, vierte Fahrspur für Autofahrer, die von Ursensollen kommen und nach Sulzbach-Rosenberg abbiegen wollen, kommt hinzu.

Das Bauamt geht davon aus, dass zu Weihnachten nächsten Jahres die letzten Umleitungsschilder verschwinden: "Voraussichtlich Ende 2016 können die Bauarbeiten bei entsprechender Witterung abgeschlossen werden."
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