BSZ: Ausstellung aus New York
Wie Kinder nach dem Krieg "zurück ins Leben" fanden

Vor kurzem war sie noch bei den Vereinten Nationen in New York, seit Montag ist die Ausstellung "Zurück ins Leben" am Beruflichen Schulzentrum in Amberg zu sehen. Darin geht es um das erste internationale Kinderzentrum in der US-Besatzungszone, das im Juli 1945 nur 15 Kilometer vom ehemaligen KZ Dachau entfernt in Markt Indersdorf entstand. Es beherbergte 613 Waisen, viele von ihnen jüdische Kinder, die KZ-Aufenthalte überlebt hatten. Nach Kriegsende waren sie oft - unterernährt und verwahrlost - allein unterwegs, ehe ihnen die Helfer im Kinderzentrum "den Mut zu einem neuen Leben gaben", wie es Ausstellungsmacherin Anna Andlauer formuliert. Der Jahresempfang des Bezirksverbands Oberpfalz im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge war der Anlass für die Eröffnung der Ausstellung. Sie kam über Kontakte zu Jörg Skriebeleit, dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, nach Amberg. "Zurück ins Leben" ist primär für die BSZ-Schüler gedacht, doch wenn Klassen anderer Schulen daran Interesse haben, machen die Verantwortlichen gerne eine Besichtigung möglich. Die Ausstellung endet am 15. April mit einem Zeitzeugengespräch. Das Bild zeigt bei der Eröffnung (von links): Regierungspräsident Axel Bartelt, Schulleiter Martin Wurdack, Volksbund-Bezirksvorsitzender Dr. Wolfgang Kunert und Bezirksgeschäftsführer Kaspar Becher. Bild: wsb

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