Bündnis für Migration lädt zur Woche gegen Rassismus ein
Miteinander reden statt schimpfen

Heuer brauchen die Organisatoren der Wochen gegen den Rassismus keinen Aufhänger. "Das Thema ist gerade so aktuell, dass unser Angebot wie gerufen kommen müsste", sagt Dr. Reinhard Böttcher vom Arbeitskreis Kultur und Religion des Amberger Bündnisses für Migration und Integration. Böttcher und seine Mitstreiter beteiligen sich mit fünf Veranstaltungen an dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Aktionszeitraum.

"Weicht nicht zurück vor dem Hass, sondern steht ein für eine offene Gesellschaft. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Genfer Flüchtlingskonvention darf nicht in Frage gestellt oder durch nationale Asylrechts-Verschärfungen untergraben werden", heißt es auf einem Flugblatt zu der Veranstaltungsreihe, das Amnesty International in der Amberger Fußgängerzone verteilt hat. Das Migrationsbündnis beleuchtet den Themenkreis aus verschiedenen Perspektiven. Für Mittwoch, 9. März, lädt es um 19 Uhr in die Räume der Volkshochschule in Sulzbach-Rosenberg ein. Harald Hofmann hält dort einen Vortrag unter dem Titel "Islam, Islamismus und die westliche Welt" über die Geschichte der Weltreligion und ihre Bedeutung für Europa (Eintritt: fünf Euro, Anmeldung unter 09661/8 02 94).

Kino im Gemeindesaal


Am Donnerstag, 10. März, verwandelt sich das Gemeindehaus am Paulanerplatz in ein Kino. Um 19 Uhr läuft der Film "rEchte Freunde", der von der Verführung Jugendlicher in rechtsradikalen Gruppen zu Gewalt erzählt. Danach ist der Dokumentarstreifen "Rechter Populismus in Deutschland und Europa" zu sehen. Der Film geht auch auf die Entwicklung der Pegida-Bewegung ein.

"Töten im Namen Gottes?!", ist der Vortrag von Elija Avital am Sonntag, 13. März um 19 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Sulzbach-Rosenberg überschrieben. "Der in Haifa geborene Jude erzählt meisterhaft Geschichten des Ersten Testaments auf eine Weise, die spüren lassen, dass es unsere eigenen Geschichten sind", heißt es in der Programm-Übersicht. Für den Abend gibt es einen Kartenvorverkauf. Tickets sind für zehn Euro beim Evangelischen Bildungswerk, 09621/496260, oder bei der Katholischen Erwachsenenbildung, 09621/475520, zu haben.

Am Dienstag, 15. März, führt das UE-Theater aus Regensburg das Stück "Elly und Ingo" auf. Zwei Mal, um 8.45 und 11 Uhr, fällt der Vorhang auf der Bühne des Jugendzentrums Klärwerk. In dem Schauspiel geht es um die Ursachen menschenverachtender Einstellungen. Die Aufführungen sind speziell für Schulen konzipiert. Der Eintritt kostet einen Euro pro Person. Anmeldungen nimmt die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Amberg-Sulzbach entgegen (09661/5 28 58). Mit einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, 17. März, im Gewerkschaftshaus am Schrannenplatz endet die Veranstaltungsreihe. Um 19 Uhr diskutieren Anne Kuchler (Caritas), Gertraud Strauß (Diakonisches Werk), Sprecher von "Amberg hilft Menschen" und "Sulzbach-Rosenberg hilft" sowie Vertreter von Flüchtlingen und Polizei über die Frage "Flüchtlinge unter uns - was nun?". Eine Anmeldung hierfür ist nicht erforderlich.

Migranten im Blick


"Uns ist es ein Anliegen, mit möglichst vielen Akteuren ins Gespräch zu kommen", unterstreicht Johann Ott, der am Programm mitgearbeitet hat. Ein besonderes Augenmerk legt der Arbeitskreis auf die verschiedenen Gruppen von Migranten in der Region.

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Weitere Informationen:

www.amberg-hilft-menschen.de
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