Bundesprogramm zur Kita-Qualität in Amberg
Erzieherinnen im Dialog

Zur Vielfalt und Gesundheitsförderung in bayerischen Kitas trafen sich auf Initiative der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Fachkräfte aus der Region im Amberger Kongresszentrum. Bild: Steinbacher

"Bildung ist ein Kinderrecht. Bildung macht unsere Kinder stark", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Wie der Grundstein dafür bereits in den ersten Lebensjahren gelegt werden kann, ist das Thema eines neuen Bundesprogramms.

Die Babys tragen graue Perücken, Schnauzbärte und Oma-Westen. Mit dem Spruch "Lasst uns nicht alt aussehen!" ist das Plakat überschrieben. Es ist der Aufhänger für eine Dialogveranstaltung, zu der die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung am Donnerstag ins Amberger Kongresszentrum eingeladen hatte.

Zum Thema "Qualität vor Ort" standen die Vielfalt und Gesundheitsförderung in bayerischen Kitas im Fokus. Diskutiert wurde die Integration von Kindern mit Fluchterfahrung oder körperlichen Beeinträchtigungen, die spezielle gesundheitliche Bedürfnisse haben.

Rund 50 Fachkräfte aus der Region, darunter Erzieherinnen, Kita-Leiterinnen und Pädagoginnen, informierten sich im Dialogforum über die Möglichkeit, verschiedene Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. In Workshops erhielten sie nicht nur Einblicke in Konzepte aus der Region, darunter die inklusive Kinderkrippe "Mittendrin", sondern erarbeiteten auch konkrete Vorschläge an Politik und Verwaltung.

Um Kinder mit Fluchterfahrung optimal integrieren zu können, müssten Einrichtungen individuell betrachtet werden. "Wir können die Kinder nicht an die Einrichtungen anpassen, sondern wir müssen diese an den Kindern orientieren", sagte Ursula Lutz von der Caritas Regensburg. Für die Referatsleiterin der Fachberatung für Kindertagesstätten habe das Thema Inklusion gerade erst begonnen. Es sei nicht alleine Aufgabe einer Kita, sich darum zu kümmern, sondern viel wichtiger, mit den Eltern Kontakt auf Augenhöhe zu halten.

Bürgermeisterin Brigitte Netta, präsentierte Zahlen: Aktuell seien 65 Millionen Menschen auf der Flucht, laut einer UN-Studie 33 Millionen Mädchen und Buben. "Wir als Pädagogen haben den Auftrag, die Kinder zu inkludieren und Sprachrohr für sie zu sein." Auch in Amberg gelte das Sprichwort: "Es braucht ein Dorf, einen Stadtteil, eine ganze Stadt, um ein Kind zu erziehen und ein Aufwachsen zu ermöglichen."

Michael Schröter begleitete die Veranstaltung vonseiten der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Er stellte das Bundesprogramm "Qualität vor Ort" vor, das heuer in ganz Deutschland in 50 Dialogforen veranstaltet wird.
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