Chuchi-Club kürt neuen Maitre de Cuisine
Meisterkoch tischt auf

Günter Kühnlenz (links) ist nicht nur der Vorsitzende der Stoapfalz-Chuchis, sondern nach erfolgreich bestandener Prüfung vor einer hochkarätigen Jury jetzt auch Maitre de Chuchi. Bild: hfz

"Mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach: Man nehme von allem nur das Beste." Mit diesem Zitat von Oscar Wilde konnte praktisch nichts schiefgehen. Günter Kühnlenz, Chef der Stoapfalz-Chuchis, nahm es gleichsam als Motto für seine Maitre-de-Chuchi-Prüfung - und bestand.

Nach in verschiedenen Kochabenden praktizierter Vorarbeit stand sein Menu zur Prüfung durch eine Jury an. Dazu waren aus Aschaffenburg der Ordensobere aus dem Kapitel der Bruderschaft, Horst Ruppert, aus Nürnberg der Landeskanzler für die Chuchi-Provinz Bayern-Franken, Professor Dr. Dr. Uwe Schrell, von Turm Chuchi Nürnberg Ferdinand Hirschfelder sowie von Biber Chuchi München Franz Brandhuber angereist. Mit am Tisch saßen auch die beiden Grand Maitre de Chuchi der Stoapfalz-Chuchis, Josi Eberhardt und Herbert Holler.

Heimisches trifft Exotisches


Der Prüfling hatte sein Menü geprägt mit Zutaten, die auf saftigen Weiden gedeihen, auf grünen Wiesen wachsen, aus den Tiefen des Meeres und aus kristallklaren Bächen gefischt, in den heimischen Wäldern gesucht und geschossen sowie aus erdigen Böden der Umgebung geerntet werden. Umgesetzt heißt das: gebeiztes Rinderfilet mit einer Mango-Sauce, mit Spinat und Manchego gefüllte Portobello-Pilze, Parmesansuppe mit Jakobsmuscheln, Saiblingsfilet in Gewürzbutterfond gegart, auf Kartoffelschaum servierter Rehrücken unter Kräuterkruste und Rehragout an Portweinjus mit Kartoffel-Baumkuchen, Rote-Bete-Eis mit Sesamsauce und Krokant. Zu jedem Gang servierte Sommelier Alexander Bösl passende Weine und wusste Interessantes über die Rebensäfte zu berichten.

Den Prüfern fiel es nicht schwer, gute Benotungen abzugeben. Das Urteil der Jury, vorgetragen vom Ordensoberen Horst Ruppert, bestätigte Günter Kühnlenz, "dass er mit seiner Leistung glaubhaft dargetan hat, dass er über jene Kenntnisse der großen Küche verfügt, die im Geiste der Chuchi-Bruderschaft erforderlich sind, um edle Kochkunst, kultivierte Tischsitten und fröhliche Geselligkeit in deren Sinne zu pflegen".

Jetzt Maitre de Chuchi


Vollzogen wurde die Erhebung in den Rang des Maitre de Chuchi mit dem obligatorischen Löffeltrunk. In launiger Stimmung ging der Abend zu Ende, der Kühnlenz die zweithöchste Auszeichnung der Hobbyköche in Form eines roten Hummers am gelben Halsband bescherte.

HintergrundSeit 1971 gibt es den Chuchi- Club kochender Männer in der Bruderschaft Marmite in Amberg. Hier finden sich begeisterte Hobbyköche zusammen, "um miteinander die Liebe zur Kunst des Kochens und festliche Tafelfreuden nebst guter Tischsitten zu pflegen", wie es in einer Presseinfo heißt. Derzeit besteht der Club aus 16 Leuten und zwei Schnupperköchen. Aufgrund dieser Größe und "um eine bessere Struktur in die Abläufe zu bringen", sind die Stoapfalz-Chuchis Amberg seit April ein eingetragener Verein.
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