Das Silvesterproblem: Gefrierender Regen
Ins neue Jahr gerutscht

Der Marktplatz ist ein beliebter Treffpunkt, um dort das neue Jahr mit Raketen und Böllern zu begrüßen. Gedränge herrschte freilich nicht in der guten Stube Ambergs. Mit wenigen Ausnahmen ging es recht gesittet zu.

Im wahrsten Sinne des Wortes rutschten die Amberger ins neue Jahr. Gefrierender Regen war schuld daran. Und wegen ihm ging in manchen Lokalen nicht alles glatt beim Silvester-Essen.

Beispiel: eine Gaststätte in der Unteren Nabburger Straße. Weil sich Gäste, die dort Tische reserviert hatten, wegen des Blitzeises nicht mehr recht aus dem Haus trauten, waren die Wirtsleute ganz plötzlich zu Wetter-Geschädigten geworden. Über ein Dutzend Absagen zählten sie.

In ihrer polizeilichen Bilanz der Silvesternacht hielt die Einsatzzentrale Oberpfalz fest: "Die Feiern zum Jahreswechsel verliefen nur teilweise friedlich." So warf ein Unbekannter am Malteserplatz einen Böller in einen Briefkasten der Post. Der Inhalt wurde angesengt, die beschädigten Sendungen an das Briefzentrum weitergeleitet. Außerdem brannten Mülltonnen, zum Beispiel in Amberg und Vilseck. Dort kam es auch zu einem Heckenbrand, verursacht durch eine fehlgeleitete Rakete.

In einer Discothek an der Regensburger Straße verletzte ein bisher unbekannter Gast am Neujahrstag gegen 6 Uhr zwei Männer durch Faustschläge ins Gesicht.

In der gesamten Oberpfalz waren in der Silvesternacht und am Freitagmorgen aufgrund der überfrierenden Nässe die Straßen glatt. Zwischen 18 und 5 Uhr registrierte die Polizei aber nur knapp zehn witterungsbedingte Verkehrsunfälle mit sechs Leichtverletzten. "Der Schwerpunkt lag hier eindeutig im Landkreis Amberg-Sulzbach", berichtete die Einsatzzentrale in Regensburg.
Die Feiern zum Jahreswechsel verliefen nur teilweise friedlich.Ein Sprecher der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums in Regensburg
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