Datenschutzaufsicht an der Wirtschaftsschule
Experte berichtet

Hoher Besuch an der Wirtschaftsschule: Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht, Thomas Kranig (vorne, Mitte), gastierte gemeinsam mit Beate Beißwenger, Datenschutzreferentin bei DATEV, und Frank Spaeing, Leiter Arbeitskreis Schule am Landesamt, anlässlich des Safer Internet Days in Amberg. Bild: hfz

Datenschutz ist ein langweiliges Thema? Die meisten Wirtschaftsschüler hätten wohl genickt, wären sie mit dieser Frage im Vorfeld des Safer Internet Day konfrontiert worden. Nach dem Besuch von Thomas Kranig, Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht in Ansbach, herrschte Einigkeit: Das ist ein heißes Thema - und zwar nicht nur für diejenigen, die unmittelbar mit Computern und Smartphones zu tun haben. Die Gefahren, sich im digitalen Dschungel zu verheddern und so die Kontrolle zu verlieren, lauern überall, auch im Wohn- und Kinderzimmer. Beispiel gefällig? Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung machte letztes Jahr Negativ-Schlagzeilen, weil seine TV-Geräte in der Lage sind, die Zuschauer nicht nur zu unterhalten, sondern mittels eingebautem Mikrofon auch zu belauschen. Die neueste Generation von Barbie-Puppen ist in der Lage, sich mit Kindern zu unterhalten und auf konkrete Fragen sinnvolle Antworten zu geben. Wie das funktioniert? Die Puppe ist mit dem Web verbunden, weshalb sie entweder automatisch (das Zauberwort lautet: Algorithmus) oder mit menschlicher Hilfe eine Konversation starten kann. Und auch hier werden Gespräche mitgeschnitten und auf Schlüsselbegriffe untersucht, die es gestatten, Nutzerprofile zu erstellen. Natürlich hielt Thomas Kranig auch Ratschläge parat, wie man sich als Computer- und Handynutzer vor ungewolltem Zugriff auf persönliche Daten schützen kann. Am Ende war allen Beteiligten klar: Datenschutz geht jeden an.

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