Demonstration auf dem Amberger Marktplatz und in Kreuth- Matthias Matuschik moderiert [Aktualisierung]
Kreativ und laut gegen die AfD

Anti-AfD-Kundgebung in Amberg, Marktplatz. Foto: Wolfgang Steinbacher

Amberg/Rieden. Lediglich den Parkplatz teilten sich die Besucher der Petry-Rede und der Gegenkundgebung im Riedener Ortsteil Kreuth. Politisch und räumlich waren sie getrennt. Während die einen Richtung Riedener Festhalle strömten, sammelten sich die anderen etwa 150 Meter davon entfernt. Die Parolen der etwa 250 Teilnehmer wie "Nazis raus, raus, raus" und "Refugees welcome" sowie die Redebeiträge schallten über das Gelände.

Zuvor hatte eine Demonstration des "Bündnis für Toleranz und Menschenrechte" etwa 600 bis 700 Menschen auf den Amberger Marktplatz gezogen. Der BR-3-Moderator Matthias Matuschik moderierte die 22 Redebeiträge von Ehrenamtsinitiativen, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und Kulturschaffenden. Ein Flüchtling aus dem Arbeitskreis Flüchtlingshilfe machte deutlich: "Ich bin nicht dein Feind. Dein Feind ist der Grund, warum ich hier bin." Viele Gruppen klärten mit kreativen Aktionen über andere AfD-Programmpunkte auf, wie die Abschaffung der Steuer für Reiche oder die Ablehnung erneuerbarer Energien.

Viele junge Menschen


SPD-Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl verlas einige der 130 Hass-E-Mails, die er über das vergangene Wochenende bekommen hat, nachdem er sich gegen den Auftritt Frauke Petrys ausgesprochen hatte. Bei den Sätzen "Ihr dreimal verfluchte antideutsche antidemokratische rote Bande. Irgendwann Gnade euch Gott" wurde er ernst. "Das hatten wir schon einmal, das wollen wir nicht mehr", bekräftigte der Politiker.

Viele junge Menschen besuchten die Demonstration. Aber auch eine 70-Jährige aus Sulzbach-Rosenberg war dabei. Sie habe lange überlegt, ob sie kommt, denn: "Die potentiellen AfD-Wähler erreicht man hier nicht." Trotzdem habe sie sich entschieden, "Gesicht zu zeigen", wie es in dem Aufruf zur Kundgebung hieß. "Die AfD profitiert von Unwissen. Die Menschen haben viele diffuse Ängste, die diese Partei bedient. Mich ärgert, dass die AfD aus diesen Ängsten Kapital schlägt", sagte sie.

Beide Seiten sehen


Einige Demonstrationsteilnehmer hörten sich später auch die Rede von Frauke Petry an. Manche wollten sich mit beiden Seiten befassen - andere durch Zwischenrufe die Veranstaltung stören. Letzteres führte zu einem kurzen Tumult, den die Polizei unterband und die Demonstranten der Veranstaltung verwies. In der Folge diskutierten draußen Gegner und AfD-Verfechter laut aber friedlich miteinander weiter. Eine 45-jährige Juristin aus Amberg, die sich auch die Rede von Petry anhörte, beschwerte sich zudem, dass sie sich von einigen Besuchern abschätzig behandelt fühlte, "nur weil ich eine Ausländerin bin", wie sie sagte.

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Joachim Datko aus Regensburg | 01.10.2016 | 20:32  
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Thomas Morte aus Amberg in der Oberpfalz | 02.10.2016 | 04:14  
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Joachim Datko aus Regensburg | 02.10.2016 | 09:52  
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Angelika Oetken aus Regensburg | 02.10.2016 | 12:06  
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Angelika Oetken aus Regensburg | 02.10.2016 | 12:17  
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Joachim Datko aus Regensburg | 02.10.2016 | 13:00  
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Angelika Oetken aus Regensburg | 02.10.2016 | 13:30  
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Joachim Datko aus Regensburg | 02.10.2016 | 16:39  
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Thomas Morte aus Amberg in der Oberpfalz | 02.10.2016 | 18:17  
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Thomas Morte aus Amberg in der Oberpfalz | 02.10.2016 | 18:18  
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Thomas Morte aus Amberg in der Oberpfalz | 02.10.2016 | 18:20  
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Thomas Morte aus Amberg in der Oberpfalz | 02.10.2016 | 18:21  
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Joachim Datko aus Regensburg | 02.10.2016 | 19:18  
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Thomas Morte aus Amberg in der Oberpfalz | 02.10.2016 | 19:37  
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