Der Brauch mit den Osterkerzen
Bereit für das "Lumen Christi"

Es ist angerichtet für "das Licht, das die Welt erhellt": Die Osterkerzen, die in der Nacht auf den morgigen Sonntag in den Kirchen entzündet werden, stehen bereit. Unser Bild zeigt das Exemplar aus der Pfarrei St. Michael in Amberg. Der Brauch, am Osterfest eine besondere Kerze zu entzünden, ist sehr alt. Geschichtsforscher gehen davon aus, dass das Ritual an eine heidnische Tradition anknüpft. Zum spirituellen Kult in der Antike gehörte, dass den Göttern eine Brandopfer dargebracht wurde. Im Christentum hat die Osterkerze die Funktion dieses Brandopfers übernommen. Zu kaum einem anderen Anlass gestalten sich die Gottesdienste in den katholischen Kirchen so mystisch wie in der Osternacht. Sie beginnen mit der Lichtfeier draußen vor dem Gotteshaus. Der Priester segnet ein loderndes Feuer und entzündet daran feierlich die Kerze. Während des Einzugs in die dunkle Kirche ruft der Geistliche dreimal "Lumen Christi" (Licht Christi). Die Gemeinde antwortet jeweils mit "Deo gratias" (Dank sei Gott). Bei jeder Wiederholung klettert der Ruf einen Ton höher. Zugleich kehrt Licht in das Gotteshaus ein: Mit dem Feuer der Osterkerze werden zuerst die Altarkerzen entzündet und dann an alle Kerzen, die die Gläubigen in den Händen halten. Viele nehmen das Feuer im Anschluss an die Feier mit nach Hause. Bild: Huber

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.