Der Hirschwald und seine Geschichte
Kriege und Seuchen sorgten für Erholung

Der Hirschwald anno 1965. Dieter Dörner geht in seinem Vortrag auf die Jahrhunderte lange Geschichte des Forstes und des Ortes ein. Bild: hfz

Der Hirschwald war ökologisch und ökonomisch schon immer eines der bedeutendsten Waldgebiete Bayerns. Dass er mit über 5000 Hektar (ohne Privatwald) noch eine geschlossene Einheit bildet, ist der Jagdfreudigeit der Kurfürsten und dem Waldbann der Stadt zu danken.

Am Dienstag, 15. März, 19.30 Uhr, hält der Leiter der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins, Dieter Dörner, in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Vortragsraum des KEB-Bildungswerkes, Dreifaltigkeitsstraße 3, einen Lichtbildervortrag über Geschichte und Nutzung des Hirschwaldes. Der Eintritt ist frei. Das im Mittelalter in großen Mengen benötigte Bau- und Brennholz, das Holz für die Zimmerung im Bergbau, vor allem aber das für die Hammerwerke, die Kalkbrennerei, die Schmieden und die Hafner benötigte Kohlholz setzten dem Hirschwald gewaltig zu. So wurden bereits Mitte des 14. Jahrhunderts auf Initiative des Nürnberger Hammerherrn Peter Stromeir Teile künstlich angesät. Nach dem Lorenzer Steckerleswald ist damit der Hirschwald der zweitälteste Kulturwald Deutschlands, sagt Dörner.

Im 16. und 17. Jahrhundert erlassene Waldordnungen trugen weniger als Kriege und Seuchen zur Erholung des Waldes bei. Wer weiß schon, dass die Existenz des Ortes Hirschwald, einst Gumpenhof, der Jagdfreude des Pfalzgrafen Friedrich (Kurfürst Friedrich II.) zu verdanken ist? Ein Schloss diente der Beherbergung und Bewirtung feudaler Jagdgesellschaften.
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