Detektivische Hilfe einer Angehörigen führt zu raschem Fahndungserfolg
Polizei nimmt Handy-Betrügerin fest

Symbolbild: dpa

Die Identität der Frau, die am Samstag einen 91-jährigen Rentner für den Abschluss eines Handy-Vertrags "missbrauchen" wollte (AZ berichtete gestern), steht fest. Diesen raschen Fahndungserfolg meldet die Amberger Polizei, die zusammen mit einer Angehörigen des Seniors detektivische Arbeit leistete.

Die Verwandte legte sich nämlich am Montag auf die Lauer und beobachtete den 91-Jährigen, wie er sich zu Fuß in die Innenstadt aufmachte. Er ging zielstrebig zu seiner Bank und hob dort einen dreistelligen Betrag ab. Vor dem Gebäude wartete die seit Samstag gesuchte Frau mit blonden Haaren.

Gemeinsam schlenderten die beiden laut Polizei zunächst durch die Fußgängerzone, bis sie von der Angehörigen angehalten und angesprochen wurden. Da die Dame angab, eine Zufallsbekanntschaft zu sein, aber einräumte am Samstag mit im Handy-Laden gewesen zu sein, wurde die Polizei gerufen. Eine Streifenbesatzung nahm die 46-Jährige vorläufig fest und brachte sie zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle.

Die Frau, die im Raum Regensburg lebt, gab an, dass sie den 91-jährigen Altenheimbewohner am Samstag zum ersten Mal zufällig in Amberg getroffen habe. Am Montag sei er ihr erneut ohne Verabredung über den Weg gelaufen. Die Absicht, durch den Senior einen Handy-Vertrag abschließen zu wollen, leugnete sie den Beamten gegenüber genauso vehement, wie den Vorwurf, den alten Mann bestohlen zu haben.

Nach ihrer Vernehmung und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die 46-Jährige auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern allerdings noch an, wiewohl sie sich laut Polizei dem Alter des Rentners geschuldet, "doch etwas schwieriger gestalten".
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