Deutsche Meisterschaft der Nachwuchsimker
Fleißig wie die Bienen selbst

Ein bisschen wie die Orgelpfeifen: Die drei erstplatzierten Teams der deutschen Meisterschaft der Jungimker zusammen mit Oberbürgermeister Michael Cerny (Fünfter von rechts) und der Honigkönigin Sabrina Moriggl (Zweite von rechts), Bild: ads

Wenn es um Imker-Idyllen geht, treten meist Pfeife schmauchende Großvater-Typen auf den Klischee-Plan. Doch auch der Nachwuchs lässt sich begeistern, nicht zuletzt, wenn es um nationale Meistertitel geht.

Von Begeisterung in jeder Hinsicht getragen war das 3. nationale Jungimker-Treffen am Wochenende auf dem Bienenhof in Aschach, wo die Bienenzuchtvereine Amberg und Amberg-Sulzbach Gastgeber für den Nachwuchs aus ganz Deutschland waren. 21 Jungimker traten in Teams aus sieben Bundesländern gegeneinander an, um mit beachtlichem Fachwissen und enormen handwerklichen Fertigkeiten zu wetteifern.

Den deutschen Meistertitel holte sich das Trio Biene AG des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Marbach (Baden-Württemberg), gefolgt von der bayerischen Mannschaft des Robert-Schumann-Gymnasiums in Cham und einem Team aus Rheinland-Pfalz als Drittem. Noch am Tag ihrer Ankunft erwartete die Jungimker nach dem Empfang durch den bayerischen Obmann für Nachwuchs, Aus- und Weiterbildung, Alexander Titz, eine Stadtführung durch Amberg samt Begrüßung im Rathaus von Bürgermeisterin Brigitte Netta.

Versiert und eifrig


Tags darauf kam das Wettbewerbsmotto "Wir können mehr als nur Bienen" voll zum Tragen. Bayern, Niedersachsen Rheinland-Pfalz, Sachsen, Westfalen und Baden-Württemberg hatten Teams in diesen Wettstreit geschickt, der so manch gestandenen Imker angesichts der gestellten Aufgaben durchaus ins Schwitzen gebracht hätte. 21 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren mussten ihr Fachwissen auf hohem Niveau unter Beweis stellen, zudem am Nachmittag ihre handwerklichen Fertigkeiten an einem Bienenstand. Da staunte der Laie angesichts so spezieller Aufgabenstellungen wie Umlarven, Bestimmung von Trachtpflanzen, Zuordnung von Honigproben oder Bienenbiologie sowie der Erklärung von Geräten, die Außenstehende noch nie gesehen haben. Alle Teams gingen mit Begeisterung und Eifer ins Rennen und meisterten ihre Aufgaben durchaus mit Bravour.

Große Spannung herrschte bei der abendlichen Siegerehrung, zu der der Präsident des Landesverbandes, Eckard Radke, auch die bayerische Honigkönigin Sabrina Moriggl mitgebracht hatte. "Alle 21 teilnehmenden Jungimker aus ganz Deutschland habe sich mächtig angestrengt, um die schwierigen Aufgaben in Theorie und Praxis zu meistern und bewiesen dabei ein beachtliches Maß an Fachwissen und Fertigkeiten", zollte der Imker-Präsident allen Teilnehmern seine Anerkennung. Für Bayern war die Bienen-Arbeitsgemeinschaft des Chamer Robert-Schumann-Gymnasiums ins Rennen gestartet und kam auf Platz zwei.

Es tut sich was


Am Rande des Wettbewerbs stellte Catharina Dill von der Amberger Freiwilligenagentur das Projekt "Amberg summt" vor, das auf eine gute Resonanz gestoßen sei. Sieben Schulen, eine Pflegeeinrichtung und eine Firma hätten sich inzwischen für das Imkern begeistern lassen. Vielleicht rückt davon ja einmal ein Team in den "Nationalkader" auf, wie Oberbürgermeister Michael Cerny die Mannschaften benannt hatte.
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