Die von 1933 bis zum Kriegsende
Dunkelste Kapitel Amberger Geschichte

Nach Hitlers Machtergreifung 1933 inszenierten Ambergs Nationalsozialisten jeden Gedenktag auf dem Marktplatz. Bild: hfz

Beim "Club der Nachdenklichen" referiert am Montag, 18. Januar, um 19 Uhr im Café Zentral Günther Rambach über: "Der Nationalsozialismus in Amberg - 1933 bis zur Vergangenheitsbewältigung in den 50er-Jahren." Zahlreiche historische Fotos.ergänzen den Vortrag. Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen.

Der Referent hat sich laut einer Presse-Info der Veranstalter in seinen Büchern "Hakenkreuz und Martinskirche" und "Die 50er Jahre" als Kenner dieser dunklen Kapitel der Stadtgeschichte erwiesen. Nach der Machtergreifung 1933 inszenierten die Nationalsozialisten jeden Gedenktag auf dem Marktplatz. Der NS-Stadtrat wählte Josef Filbig zum OB, und die Hitlerjugend bekämpfte die konfessionellen Jugendverbände.

Jährlich im Herbst fuhren auch die Amberger SA und SS zu den Reichsparteitagen nach Nürnberg. Die Judenverfolgung zeigte sich in der Stadt vor allen an zwei besonderen Ereignissen: Das Kaufhaus Erwege (später Storg) wurde arisiert, und in der "Reichskristallnacht" wurde die Synagoge geschändet.

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs veränderte sich zusätzlich das Leben: Verdunkelung, Lebensmittelkarten und die Todesanzeigen der Gefallenen zählten zum Alltag. Während deutsche Soldaten 1941 an allen Fronten kämpften, entfernte die Parteileitung die Kreuze aus den Schulen. Dramatische Ereignisse spielten sich darauf auf dem Marktplatz ab, als Mütter dagegen protestierten und ihr Mutterkreuz zurückgaben.

Am 22. April 1945 rückten die Amerikaner ein, die schreckliche Nazi-Zeit war damit beendet. Danach begann mit der Entnazifizierung die Vergangenheitsbewältigung.
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