Dr. med. Klaus Ebenburger über Akupunktur und die Kunst, Menschen zu ihrer Mitte zurückzuführen
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Dr. med. Klaus Ebenburger, Impfexperte aus Amberg
Amberg: Amberger Praxis für Reisemedizin |

In der einen Hand eine feine Nadel, in der anderen eine runde Tablette: Die alten Chinesen hätten wohl skeptisch geschaut, wenn man ihnen vor einigen Tausend Jahren gesagt hätte, die Nadel und das runde Ding hätten eine ähnliche Wirkung.
Zurecht skeptisch, denn während die chemische Keule immer auch Nebenwirkungen verursacht, ist die Akupunktur davon gänzlich frei. „Die Akupunktur ist eine großartige Behandlungsmethode“, so Dr. Klaus Ebenburger. „Abhängig von den Meridianpunkten, die in spezieller Reihenfolge und Kombination stimuliert werden, gibt es unterschiedlichste Wirkungen wie mit
Medikamenten.“

Es ist so etwas wie die alte Weisheit der Schulmedizin: „Ein Medikament, das keine Nebenwirkung hat, hat auch keine Wirkung.“ Bei der Akupunktur, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin eine bedeutende Rolle spielt, ist dies gänzlich anders. Mit feinen Nadeln werden spezielle Punkte stimuliert – dadurch werden Blockaden gelöst, die Lebensenergie wieder zum Fließen gebracht. „Im Prinzip kann mit Akupunktur alles behandelt werden, was auch mit Tabletten und Spritzen behandelt wird. Die häufigste Anwendung findet in
der Schmerzbehandlung statt, etwa Rückenbeschwerden oder chronische Kopfschmerzen, jeweils mit sehr guten Erfolgen“, so Dr. Klaus Ebenburger.

Für die feine Nadel spricht ein weiterer Vorteil: Die Wirkung hält in der Regel sehr viel länger an, als die einer Tablette. „Je nach Wirkstoff und Art und Weise ihrer Zubereitung, wirkt eine Tablette bis maximal 24 Stunden – bei der Akupunktur baut sich nach einigen Behandlungen eine wesentlich längere Wirkungsdauer auf.“ Außerdem ist die Gefahr einer Abhängigkeit bei Akupunktur gleich null, sehr im Gegensatz zu Medikamenten wie etwa Schlaftabletten. „Mit dem Aktivieren entspannender Meridiane lässt sich beispielsweise auch Schlaflosigkeit sehr gut behandeln“, weiß Dr. Klaus Ebenburger.

Die Philosophie der TCM ist nicht die Behandlung einzelner Symptome, sondern die Behandlung des Menschen in seiner Gesamtheit. Ein Mensch, der beispielsweise so stark unter Stress steht, dass er keinen erholsamen Schlaf mehr findet, wird nach dieser Auffassung in seiner „Mitte“ geschwächt: Es folgt eine Störung des körperlichen und seelischen Gleichgewichts, eine Schwächung des Immunstatus und in der Folge die Neigung zu Infekten, zu Magen-Darm-Erkrankungen, zu Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen und vieles andere mehr.

Die Kunst der Behandlung besteht darin, die „Mitte“ des Patienten zu stärken, ihn wieder in sein Gleichgewicht zu bekommen: Dr. Ebenburger hat hier ein eigenes Behandlungskonzept entwickelt, er nennt es „Psychopunktur“ und meint damit eine Kombination aus entspannender Akupunktur und therapeutischem Gespräch.

Für die alten Chinesen und Dr. Klaus Ebenburger war und ist klar, Stärkung der „Mitte“ heißt letztendlich: Der Mensch bleibt gesund!

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